"Zrucksackerl fürs Rucksackerl" soll Müll in der Natur verringern

Das "Zrucksackerl fürs Rucksackerl" der Naturfreunde Österreich soll die Müllmenge in der Natur verringern.
Das "Zrucksackerl fürs Rucksackerl" der Naturfreunde Österreich soll die Müllmenge in der Natur verringern. ©Naturfreunde Österreich/Carina Fritz
Gerade in Coronazeiten zeiht es immer mehr Menschen in die Natur. Damit weniger Müll dabei liegen beleibt, haben die Naturfreunde Österreich ein "Zrucksackerl fürs Rucksackerl" entworfen.
Müllproblematik in Österreich allgegenwärtig

Fakt ist, dass die Zahl der Erholungssuchenden im Wald und am Berg steigt, nicht nur wegen der Coronapandemie, und damit auch der Druck auf die Natur. Zigarettenstummel am Gipfel, leere Kunststoffflaschen am Weg, Müsliriegelverpackungen versteckt zwischen Steinen, Obstschalen und Taschentücher in der Wiese: was eigentlich zurück in den Rucksack und ins Tal gehört, landet leider oft immer noch in der Natur. Weggeworfener Abfall, ist vor allem eine Gefahr für die Tiere. Aludosen oder Plastikflaschen, die auf der Wiese liegen, werden mitgehäckselt und gelangen so ins Futter. Rinder verenden qualvoll, wenn sie davon essen.

Zrucksackerl fürs Rucksackerl soll Müll beim Wandern verringern

Die Müllvermeidung, insbesondere am Berg, ist seit jeher ein großes Anliegen der Naturfreunde. Daher gibt es schon seit langem, die ganz einfache Regel: Nimm deinen Abfall wieder mit nach Hause. Daher Abfälle sollen nicht weggeworfen und auch nicht auf der Hütte abgegeben werden, sondern wieder mit ins Tal genommen werden, denn das was man auf den Berg hinauftragen kann, kann man auch wieder hinuntertragen, sagt Regina Hrbek, Leiterin der Abteilung Natur-, Umweltschutz und Hüttenmanagement.

Abfälle von Wanderern sollen nicht in der Natur landen

Je höher wir uns im Gebirge befinden, desto länger dauern die natürlichen Abbauprozesse. Und besonders Dinge wie Taschentücher oder Bananenschalen, von denen man denken würde, dass sie rasch verrotten, bleiben lange in der Natur als Müll zurück.

Bananenschalen und Taschentücher bleiben lange in der Natur zurück

Daher stellen die Naturfreunde Österreich, ab sofort einen in Europa aus recyceltem Kunststoff produzierten, wasserdichten, verschließbaren und waschbaren Müllsack für den Rucksack zur Verfügung. Dieses "Zrucksackerl" sollte in keinem Rucksack mehr fehlen. Was als Initiative der Naturfreunde Kärnten, dem Umweltreferat des Landes Kärnten und der Kärntner Familienkarte startete, wird jetzt auf ganz Österreich ausgerollt.

"Zrucksackerl" aus recyceltem Kunststoff als waschbarer Müllsack

Das "Zrucksackerl" ist besonders reißfest und daher auch für Dosen oder Glasscheiben geeignet. Wenn es richtig verschlossen wird, dann ist es dicht und keine Flüssigkeit läuft aus. Es kann nach Verwendung ganz leicht mit warmem Wasser und etwas Geschirrspülmittel gereinigt werden und wird nach dem Trocknen wieder im Rucksack verstaut. Ein weiterer Vorteil: Das "Zrucksackerl" kann nicht nur als Müllsack, sondern auch als Packsack verwendet werden.

"Zrucksackerl" kann kostenlos von Wanderern bestellt werden

Das "Zrucksackerl" wird an alle Wander- und Bergsteigerreferentder Naturfreunde Österreich ausgeteilt, damit sie es bei ihren Wanderungen verwenden und so eine Vorbildfunktion einnehmen. Das "Zrucksackerl" kann auch kostenlos von interessierten bzw. engagierten Wanderern und Wanderinnen bestellt werden. Jetzt zugreifen - nur solange der Vorrat reicht!

Das "Zrucksackerl" ist Teil der österreichweiten Naturfreunde-Kampagne "Respect Nature", bei der bewusstseinsbildende Maßnahmen für ein rücksichtsvolles Verhalten der Erholungssuchenden in der Natur im Zentrum stehen.

Nähere Infos zum Projekt und die Bestellmöglichkeit für das Zrucksackerl

(Red)

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