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Zoran Barisic über Rückkehr zu Rapid Wien: "Bin nicht zum Zaubern da"

Barisic kehrt nach knapp drei Jahren zu Rapid zurück.
Barisic kehrt nach knapp drei Jahren zu Rapid zurück. ©APA/HELMUT FOHRINGER
Bei seiner Präsentation als neuer Sport-Geschäftsführer von Rapid hat sich Zoran Barisic voller Tatendrang präsentiert. Allerdings stellte er klar, dass man von ihm keine Wunderdinge erwarten dürfe.
Pressekonferenz im Allianz-Stadion
Barisic kehrt zu Rapid zurück

Der frühere österreichische Fußball-Teamspieler will den Club so schnell wie möglich wieder in die Erfolgsspur führen, erklärte Barisic am Freitag im Rahmen seiner offiziellen Präsentation im Allianz Stadion.

“Für mich ist Rapid nach wie vor der größte und beste Verein Österreichs. Was das Sportliche betrifft, gehört Rapid sicher unter die besten drei”, erklärte der Wiener, der am Montag sein Amt antritt – knapp drei Jahre nach seiner Beurlaubung als Trainer.

Vergangenheit laut Präsident Krammer abgehakt

Die Ereignisse von damals seien besprochen und abgehakt, betonten sowohl Präsident Michael Krammer als auch Barisic selbst. “Gegenseitiger Respekt und Wertschätzung war trotz der Trennung immer vorhanden”, sagte der neue Sportchef.

Die Zufriedenheit über die Rückkehr zu den Hütteldorfern war Barisic deutlich anzumerken. “Es freut mich, dass ich wieder bei Rapid sein darf. Als es vor drei Jahren zu Ende gegangen ist, war es mein Ziel, irgendwann zu meinem Herzensclub zurückzukehren. Dass es so rasch passiert, hätte ich nicht gedacht.”

Keine Details zu Zu- und Abgängen

Barisic hob hervor, wie sehr er sich Grün-Weiß verbunden fühlt. “Scheinbar ist Rapid so etwas Ähnliches wie ein Organ von mir.” Wunderdinge dürfe man von ihm allerdings nicht erwarten, betonte der 48-Jährige. “Es ist nicht so, dass ich Hand auflegen oder zaubern kann. Ich bin nicht zum Zaubern da, sondern zum Arbeiten.”

Vorerst gehe es darum, die Saison mit der Qualifikation für den Europacup versöhnlich zu Ende zu bringen. “Gemeinsam mit dem Trainerteam werden wir eine Mannschaft auf die Beine stellen, die kommende Saison erfolgreich Fußball spielen wird”, versprach Barisic.

Allzu sehr ins Detail ging er bei der Frage nach möglichen Zu- und Abgängen jedoch nicht. “Es wird etwas passieren. Aber wie viel und was, kann ich jetzt noch nicht sagen.”

Barisic will sich rasch einarbeiten

Parallel zur Kaderzusammenstellung will sich der Sport-Geschäftsführer so schnell wie möglich einen Überblick über den gesamten Club verschaffen. “Es ist wichtig, dass ich mich in sämtlichen Abteilungen einarbeite. Ich muss den Ist-Zustand wissen.”

Ein Thema für die nähere Zukunft wird auch die Implementierung einer für den gesamten Club gültigen einheitlichen Spielphilosophie. “Aber das dauert noch”, meinte Barisic.

Spekulationen, wonach seine fußballerischen Vorstellungen nur bedingt mit jenen von Chefcoach Dietmar Kühbauer zusammenpassen, wies Barisic zurück. “Ich glaube nicht, dass Didi und ich von der Spielphilosophie so weit auseinanderliegen. Es soll schon so sein, dass jeder seine Meinung hat, diese aber intern kommuniziert wird.”

Neuer Sportchef voller Tatendrang

Mit seinem nun scheidenden Vorgänger Fredy Bickel hat Barisic bereits ein ausführliches Gespräch geführt. “Ich schätze ihn fachlich und menschlich”, sagte der Wiener über den Schweizer. Im Gegensatz zu Bickel wird Barisic allerdings bei Spielen nicht auf der Trainerbank Platz nehmen.

Sehr präsent wird der neue Sport-Geschäftsführer dann sein, wenn es darum geht, Kicker aus dem eigenen Nachwuchs in die Kampfmannschaft einzubauen. Von Leihvarianten, wie es sie bei Rapid zuletzt etwa bei Joelinton gab, hält er eher wenig. “Ich bin nicht unbedingt dafür, aber wenn es Ausnahmesituationen gibt, warum nicht?”

Klare Vorstellungen gibt es bei Barisic in punkto Zielsetzung. “Wir wollen nachhaltig im Europacup dabei sein.” Dazu soll es endlich wieder Titel geben. “Ich bin als Rapid-Trainer dreimal Zweiter geworden, meine Mission ist damals aber noch nicht beendet worden. Deshalb bin ich jetzt wieder retour”, erklärte Barisic.

Wie lange seine Mission diesmal dauern wird, ist noch offen. Zwar wurde Barisic mit einem Vertrag bis Sommer 2022 ausgestattet, im November steht jedoch eine Neuwahl des Präsidiums an. Sollte es dabei zu massiven Änderungen in der Clubführung kommen, könnte es auch für den Sportchef ungemütlich werden. “Sollte ein neues Präsidium kommen, muss ich es überzeugen, und das wird mir hoffentlich gelingen”, meinte Barisic.

Kühbauer will mit Barisic “an einem Strang ziehen”

Seit Donnerstagabend ist offiziell, dass Rapid-Trainer Dietmar Kühbauer einen alten Bekannten als neuen Sport-Geschäftsführer bekommt. Mit Zoran Barisic verbindet den Burgenländer eine jahrzehntelange Freundschaft, dennoch geht es laut Kühbauer bei der künftigen Zusammenarbeit nicht um persönliche Verbundenheit, sondern um den Erfolg von Rapid.

“Wir müssen ein Ziel verfolgen und an einem Strang ziehen”, betonte Kühbauer gegenüber der APA. Am guten Verhältnis zu Barisic werde sich durch die neue Konstellation nichts ändern. “Die Freundschaft wird immer bestehen, egal wie es läuft.”

Allerdings könne durchaus der Fall eintreten, dass man bei gewissen Themen nicht einer Meinung sei. “Reibereien wird es sicher geben, doch die werden intern bleiben”, versprach Kühbauer.

“Könnte ihm bei Entlassung nicht böse sein”

Der Ex-Teamspieler ist sich auch des Worst-Case-Szenarios bewusst. “Wenn es sportlich sehr schlecht läuft, wird er mich entlassen müssen, und dann könnte ich ihm nicht böse sein, weil es zu seinem Job gehört.”

An solche Situationen wollte Michael Krammer erst gar nicht denken. Der im November scheidende Rapid-Präsident blickte lieber positiv nach vorne. “Heute ist ein guter Tag für den SK Rapid mit einem Aufbruch in eine erfolgreiche Zukunft”, beteuerte der Niederösterreicher im Rahmen der Barisic-Präsentation am Freitag.

Unter anderem bei der Nachwuchsarbeit hat Krammer hohe Erwartungen an den neuen Sportchef. “Eine Top-Nachwuchsarbeit soll das Fundament für eine erfolgreiche Kampfmannschaft bieten. Wir wollen erste Adresse für Top-Talente aus Österreich und den Nachbarländern sein und daraus ein Team entwickeln, das um Titel mitspielt und regelmäßig im Europacup dabei ist. Das ist die Grundlage für Transfererlöse, die wieder in die Nachwuchsarbeit investiert werden”, erzählte Krammer.

Barisic ist laut dem Clubchef “ein Fußball-Fachmann mit der Trainer-Pro-Lizenz und ein Rapid-Kenner wie kaum jemand. Er hat den Verein in all seinen Perspektiven kennengelernt, immer das große Ganze gesehen und sehr strategisch gedacht und gehandelt. Es gibt mit ihm sicher keine Anlaufschwierigkeiten.”

Gemeinsam mit Kühbauer seien nun “zwei Persönlichkeiten an führenden sportlichen Stellen, die mitbringen, dass ihnen Rapid eine Herzensangelegenheit ist”, sagte Krammer.

Krammer wünscht sich Wiedererkennungswert

Der Präsident wünscht sich von Barisic einen “Wiedererkennungswert von allen Rapid-Mannschaften”. Im Zusammenhang mit der festzulegenden Spielphilosophie – die bei Rapid eigentlich schon vor Jahren von Barisic entworfen wurde und in der Theorie noch immer Vorgabe für alle grün-weiße Mannschaften ist – nannte Krammer die Schlagworte “Einsatzbereitschaft”, “Siegeswillen” und “Bodenständigkeit”.

Bei der Suche nach einem Nachfolger für Fredy Bickel sei auch eine Doppelspitze für den sportlichen Bereich ein Thema gewesen, berichtete der Rapid-Präsident. “Aber dann hat sich herausgestellt, dass der Verein dafür nicht groß genug ist.”

In dieser Ansicht wurden die Rapid-Verantwortlichen von Ex-Sportgeschäftsführer Helmut Schulte bestätigt. Der Deutsche wäre Kandidat für einen Posten in der sportlichen Leitung gewesen, sagte aber ab und kümmert sich weiterhin um die verliehenen Spieler des VfB Stuttgart.

Dafür arbeitet Barisic künftig mit Wirtschafts-Geschäftsführer Christoph Peschek zusammen. “Wirtschaftliche und sportliche Belange sind kommunizierende Gefäße. Wir werden uns eng abstimmen und mit viel Freude an die Dinge herangehen”, erklärte Peschek.

(APA/Red)

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