Zentralmatura = Rasenmäherpolitik

Die Schülerunion wehrt sich gegen das Vorhaben der Unterrichtsministerin Schmied, allen Schülerinnen und Schülern die gleiche Matura vorzusetzen. Stadtreporter Video: 

Um den Qualitätsunterschied zwischen den einzelnen Schulen auszugleichen schlägt Unterrichtsministerin Claudia Schmied eine landesweit standardisierte Matura vor. Die AHS stünden so im direkten Vergleich und das Bildungsniveau würde angehoben.
“Im Juni 2014 wird es in den allgemeinbildenden höheren Schulen die erste standardisierte Reifeprüfung geben”, so Schmied. Diese soll aus drei voneinander unabhängigen Säulen bestehen: Eine schriftliche Prüfung, die mit identen, zentral vorgegebenen Aufgabenstellungen am selben Tag in ganz Österreich abgehalten wird, eine “vorwissenschaftliche Arbeit” und die Präsentation ebendieser bei der mündlichen Matura.

Das Bundesinstitut für Bildungsforschung (BIFIE) arbeitet derzeit die Qualitätsstandards aus, damit die österreichische Matura künftig aussagekräftiger und auch international anerkannt wird.

Die Schülerinnen und Schüler wollen dabei aber auch ein Wörtchen mitreden, sie fühlen sich in der bisherigen Bildungspolitik von Ministerin Schmied übergangen. Eine “Rasenmäherpolitik”, wie sie es nennen.
Matthias Hansy, Bundesobmann der Schülerunion, stellt fest: “Die Pläne von BM Schmied zur standardisierten Reifeprüfung alias Zentralmatura stoßen von allen Seiten auf heftige Kritik – vor allem für uns Schülerinnen und Schüler sind die Folgen allerdings verheerend. Es liegt auf der Hand, dass man von Schülerinnen und Schülern nicht verlangen kann, dass sie bei der Matura einem Standard entsprechen, wenn es in der gesamten Schullaufbahn davor noch nicht einmal annähernd einheitliche Bildungsstandards gibt. Man kann nicht den fünften Schritt vor dem ersten setzen.”

Die österreichische Schülerunion kündigt deshalb eine bundesweite Unterschriftenaktion gegen das Vorhaben der Ministerin an.

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