Zahlreiche Abstürze beim Red Bull Flugtag in Wien

Jubeln konnte beim Red Bull Flugtag schon, wer nicht direkt ins Wasser stürzte.
Jubeln konnte beim Red Bull Flugtag schon, wer nicht direkt ins Wasser stürzte. ©APA
Hinter den Fluggeräten, die die Teams beim Red Bull Flugtag am Sonntag verwendeten steckte meist wochenlange Arbeit. In der Luft waren die meisten von ihnen jedoch nur kurz und besonders weit flogen sie nicht. Einige der Piloten wurden bei ihren waghalsigen Sprüngen verletzt und konnten sich zum Teil nicht ohne Hilfe der Feuerwehr aus ihren Fluggeräten befreien.
Bilder vom Red Bull Flugtag in Wien

Die skurrilen Geräte und ihre Piloten landeten meist relativ rasch im rund 17 Grand kühlen Wasser der Neuen Donau. Was mitunter chaotisch aussah, folgte jedoch strengen Regeln. Denn nicht alles ist erlaubt. Die Starterlaubnis wurde nur Konstruktionen erteilt, die nicht mehr als zehn Meter Spannweite haben. Motoren oder Antriebe anderer Art sind tabu. Beim Bau durften nur umweltfreundliche Materialien verwendet werden. Das Maximalgewicht des Fluggeräts ohne Pilot ist auf 120 Kilo begrenzt. Die Verwendung von tragenden Metallteilen ist aus diesem Grund sowie aus Sicherheitsgründen untersagt. Das Fluggerät musste so gebaut werden, dass nach der Landung keine Teile untergehen können. Schon am Vortag wurde geprüft, ob das Fluggerät den Teilnahmebedingungen entspricht.

Abflug aus sechs Metern Höhe

Der Start erfolgte von einer sechs Meter hohen Plattform. Eine Crew bestand aus einem Piloten und maximal vier Helfern, wobei eine Teilnahme erst ab einem Mindestalter von 16 Jahren möglich ist. Das Fluggerät selbst muss bereits fertig zusammengebaut auf die Startbahn kommen. Für die unmittelbare Flugvorbereitung und Vorstellung der Teilnehmer standen jedem Team maximal 30 Sekunden auf der Plattform zur Verfügung. Für den Flug selbst bestand Helm- und Schwimmwestenpflicht.

Verletzte beim Red Bull Flugtag

Lediglich der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Die am Sonntag präsentierten Fluggeräte hatten mitunter Ähnlichkeiten mit Flugzeugen, wie etwa ein Nachbau des historischen Avis-Aeroplanes, mitunter aber gar nicht. Es flog, es flog: Ein Griller, ein Pinguin, ein Ei, das King-Kong-Hochhaus, eine Lok, ein Zurück-in-die-Zukunft-Auto, eine Banane, ein aus Plastikflaschen gebasteltes Objekt oder ein Wikingerboot. Wobei fliegen sehr relativ ist: Meist ging es nur in eine Richtung, nämlich nach unten – gelegentlich sogar mit einer Saltoeinlage. Zweistellige Weiten waren die Ausnahme. Der Sprung von der Plattform ist dabei nicht völlig ungefährlich: Einige Piloten erlitten bei der Landung Platzwunden. Hilfe war jedoch stets zur Stelle, die abgestürzten Kapitäne wurden bei Bedarf von der Feuerwehr aus dem Wasser gefischt.(APA)

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