Zahl der Einbürgerungen auch heuer rückläufig

Die Zahl der Einbürgerungen geht weiterhin zurück. Im ersten Quartal 2009 wurden um 21,4 Prozent weniger Staatsbürgerschaften verliehen als im ersten Quartal 2008, teilte die Statistik Austria am Dienstag mit. 2.140 Personen wurden heuer in den ersten drei Monaten eingebürgert. Grund für den Rückgang ist das noch unter der ÖVP-geführten Regierung beschlossene strengere Staatsbürgerschaftsrecht.

Dieses trat im März 2006 in Kraft. Im ersten Quartal 2006 hatte es mit 10.695 noch fünf Mal so viele Einbürgerungen gegeben wie heuer. Von Jänner bis März 2009 wurden in fast allen Bundesländern weniger Einbürgerungsbescheide ausgestellt als 2008 – ausgenommen nur das Burgenland und Oberösterreich. Den stärksten Rückgang verzeichnete Vorarlberg, gefolgt von Niederösterreich und Tirol.

Die meisten, 987 Personen, bekamen die österreichische Staatsbürgerschaft aufgrund eines Rechtsanspruches – 178 davon wegen einer Ehe mit einem Österreicher/einer Österreicherin, 273 wegen mindestens 15-jährigen Wohnsitzes, 730 unter dem Titel “Erstreckung der Verleihung”, also als Ehegatten oder Kinder Eingebürgerter. Der Einbürgerungsgrund zehnjähriger Wohnsitz traf bei 387 Personen zu. Nach vier- bzw. sechsjährigem Wohnsitz und aus weiteren besonders berücksichtigungswürdigen Gründen wurden nach altem Recht 36 Personen und nach neuem Recht 321 Personen Österreicher.

Unter den Herkunftsländern – insgesamt 82 – war Serbien mit 474 Eingebürgerten Spitzenreiter, gefolgt von Bosnien-Herzegowina (419), der Türkei (291) und Kroatien (103).

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