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"Wurden zwangs-genötigt etwas zu machen": Klaus Kuster zu den Corona-Demos

©VOL.AT/Mayer, Oliver Lerch
Am Sonntag hätte in Bregenz erneut eine sogenannte "Corona-Demo" stattfinden sollen. Veranstalter Klaus Kuster spricht im VOL.AT-Interview über Hintergründe, Forderungen, Kritik und die Absage.
Bilder: Erneut Demo in Bregenz
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Demonstrationen in Europa

Weltweit sorgen das Coronavirus und seine Folgen für Aufregung. Die von den Regierungen verhängten Maßnahmen spalten derzeit die Gesellschaft. Rund um den Globus gehen Menschen bei sogenannten "Corona-Demonstrationen" für ihre Grundrechte auf die Straßen. Auch zahlreiche Vorarlberger nahmen bereits an Demonstrationen in Bregenz teil. Klaus Kuster aus Fußach ist einer von fünf Erstinitiatoren der Ländle-Demos. "Wir wurden zwangs-genötigt etwas zu machen", erklärt der Veranstalter. Das Kernteam und er hätten sich ganz schnell zusammenraufen müssen. "Das war nicht lustig, das war sehr sehr schwierig und wir haben es geschafft, die Kernbotschaft, die wichtige Message zu verbreiten": Menschenrechte, Freiheit und demokratische Grundrechte. Die Rechte, die in Mitleidenschaft gezogen worden und in Schieflage geraten seien. Die Medien hätten keine Einnahmequelle, einziger Inseratgeber sei die Regierung. "Die Kernaufgabe der Medien - der freien Medien - ist die ordentliche Berichterstattung in alle Richtungen und nicht nur Propaganda vom Bundesministerium", so Kuster.

Zahlreiche Vorarlberger gingen für die Grundrechte auf die Straße. Bild: Oliver Lerch

Gemeinsames suchen

"Wir haben versucht, so viel wie möglich unterzubringen", meint der Fußacher auf die Frage nach den Forderungen und Kritikpunkten. So wolle man keine Bargeldabschaffung, auch keine generelle Impfpflicht. "Das soll jedem selber überlassen sein", so Kuster. Unabhängig davon sei man auch gegen eine G5-Mobilfunkeinführung. Man sei hier aber nicht gegen das Neue daran, es sei nur nicht ordentlich geprüft worden. Ein Thema hat auf der Demo nichts verloren: "Was wir auf keinen Fall wollen ist Migration", verdeutlicht der Veranstalter. "Jeder, der mit Migration, Asyl oder Grenzen daher kommt, kann gehen." Auch Politiker seien nicht erwünscht. "Wir sind 100-prozentig parteifrei. Die Politiker haben uns in dieses Schlamassel geführt", so Kuster gegenüber VOL.AT. Sie würden mehr trennen als vereinen. Die Demo-Veranstalter wollen eines: Das Gemeinsame suchen und nicht das Trennende.

Sonntagsdemo abgesagt - mehr folgt

Kaum war die erste Demo vorbei, wurde bereits Kritik laut: Es sei nicht sinnvoll, zu Coronazeiten eine Demonstration zu veranstalten, dies sei nicht das richtige Mittel. Diese Kritik gehe an ihm eigentlich spurlos vorbei, so Klaus Kuster gegenüber VOL.AT. Die ersten zwei bis drei Wochen sei alles okay gewesen. Hier habe die Regierung quasi einen Freifahrtschein bekommen. "Aber was danach passiert ist, ist Einbahnstraße: Unser lieber Herr Bundeskanzler und die Medien haben Ängste geschürt. Ängste, die ich mir nie im Traum hätte vorstellen lassen können", so die Meinung des Fußachers. In der nahen Zukunft sind noch mehr Demonstrationen in Vorarlberg geplant. "Meine Demo ist abgesagt für den Sonntag und es wird aber wieder welche geben von mir und es wird Mahnwachen geben mit mir oder mit Leuten, die diese Werte vertreten, die wir - das Kernteam - ursprünglich aufgestellt haben", gibt Kuster zu verstehen.

Hinweis: Mahnwache findet statt

Die Mahnwache „Solidarität über den Tellerrand hinaus“ im Rahmen der Sonntagsdemos von Uns reicht´s findet wie angekündigt statt:

Vom Sonntag, 24.05.2020, fünf vor zwölf bis Montag, 25.05.2020 fünf vor zwölf auf dem Vorplatz des Vorarlberger Landhauses.

(Red.)

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