„Wollten uns auf etwas freuen können“

©Privat
„MO Catering“-Geschäftsführer Harald Otti über seine Hochzeit in Zeiten der Corona-Maßnahmen.

von Alyssa Hanßke/Wann & Wo

Die Corona-Maßnahmen schränken Veranstaltungen nach wie vor stark ein. Betroffen davon sind auch Hochzeitsfeierlichkeiten. Harald Otti ließ sich davon jedoch nicht den schönsten Tag seines Lebens verderben. Vergangenen Freitag gab er seiner Petra im Blauen Salon des Palast Hohenems das Ja-Wort. WANN & WO erzählte der „MO Catering“-Geschäftsführer von der Hochzeitsfeierlichkeit unter Einhaltung der Corona-Maßnahmen.Alles war bis aufs letzte Detail geplant, als Harald Otti vergangenen Jänner bei einem Casino-Abend um Petras Hand anhielt. Als es dann aber um den tatsächlichen Hochzeitstag ging, musste das Paar umplanen – das Corona-Virus kam dazwischen. „Dass wir unsere Hochzeit im Palast Hohenems feiern wollten, stand von Anfang an fest. Ursprünglich sollte es anschließend, nach einem ‚After-Wedding-Lunch‘, zu unseren Flitterwochen für zwei Wochen nach Mauritius gehen.“ Aufgrund der Corona-Krise fiel dieser Teil der Planung ins Wasser. Stattdessen feierte das frischgetraute Paar das neugewonnene Eheglück im kleinen Rahmen, unter Einhaltung der Corona-Maßnahmen, in privaten Räumlichkeiten. Auch die Zeremonie fiel etwas anders aus als anfangs gedacht: Mit Mund-Nasenschutz bekleidet, gaben sich die beiden im Beisein des engsten Familienkreises  von zehn Personen das Ja-Wort. Auch auf einen angemessenen Sicherheitsabstand wurde Wert gelegt – „sozusagen ein Babyelefant.“

Oft kommt es anders als gedacht!

Trotz der schwierigen Situation stand es für das Paar außer Frage, den Hochzeitstermin zu verschieben: „Wir wollten trotz dem ganzen Chaos etwas haben, auf das wir uns freuen können.“ Während so manche Beziehung die Ausgangsbeschränkungen nicht überstand, habe diese Zeit die beiden außerdem noch umso mehr in ihrem Beschluss bestärkt, das Leben mit dem jeweils anderen teilen zu wollen. Nicht einmal das unschöne Wetter am Tag der „nassen Sophie“ konnte Harald und Petra die Stimmung vermiesen: „Nichts und niemand konnte unserem Glück im Weg stehen. Weder das Virus, noch Regen und Kälte. Soll ja bekanntlich Glück und Segen bringen.“

Situation für „MO Catering“

Harald Otti treffen die Corona-Maßnahmen gleich doppelt, denn nicht nur sein privates Glück in Bezug auf seine Hochzeit hing davon ab, sondern auch seine berufliche Situation als einer der Geschäftsführer von „MO Catering“. Von März bis Ende Juni wurden aufgrund der Verordnungen alle Veranstaltungen verschoben. Nun wird gespannt auf den weiteren Fahrplan von Seiten der Regierung für den Monat Juli gewartet, um wieder planen zu können: „Nicht nur für uns als Unternehmer oder für unsere Mitarbeiter, die derzeit in Kurzarbeit sind, sondern auf für Kunden, die eine Hochzeit oder einen Geburtstag feiern möchten. Zurzeit ist alles offen. Wir wissen überhaupt nicht, ob oder wie es weitergehen kann!“ Bis dahin bleibt Otti, seinem Partner Mario Marte und dem Team von „MO Catering“ nichts anderes übrig, als sich strikt an die Vorgaben zu halten – obwohl manche der Entscheidungen bei ihm auf Unverständnis stoßen: „Warum dürfen Baumärkte und Freibäder öffnen, aber keine Veranstaltungen mit mehr als zehn Personen? Wir haben schon daran gedacht, Einkaufswägen zu organisieren, vielleicht kommen wir dann ja auch zum Zug.“ So sehr der Geschäftsführer auch versucht, die Situation mit Humor zu nehmen, so bleibt offensichtlich, dass die Corona-Krise das Unternehmen mit voller Wucht getroffen hat. Zuerst kamen zahlreiche Absagen von Veranstaltungen zu Beginn des Jahres. Mit dem Schließungsbeschluss stand MO Catering“ dann endgültig auf Null: „Sollte sich seitens der Regierung nicht bald ‚Licht am Ende des Tunnels‘ auftun, werden wir sicherlich 50 Prozent oder mehr Umsatz gegenüber der letzten Jahre verlieren.“

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