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Weinjahrgang 2019 wird ein sehr guter

Weinliebhaber dürfen sich schon mal auf einen exquisiten 2019er-Wein freuen
Weinliebhaber dürfen sich schon mal auf einen exquisiten 2019er-Wein freuen ©APA
Die heurige Weinernte wird nach den Erwartungen der österreichischen Winzer sehr gut ausfallen.

Mengenmäßig soll sie im Schnitt der vergangenen Jahre liegen, qualitätsmäßig werden aromatische Weine erwartet. Der 2019er Jahrgang werde sich in die sehr guten "Neuner-Jahrgänge" einreihen, sagte Weinbaupräsident Johannes Schmuckenschlager am Montag bei einer Pressekonferenz in Wien.

Die Weinernte wird heuer Mitte September beginnen, etwas früher schon im Burgenland. Der Geschmack der Weine werde "sehr aromatisch" sein. Dies liege daran, dass sich die Wetterereignisse im heurigen Jahr für die Reben gut entwickelt haben. "Wir können mit der Vegetation des Jahres sehr zufrieden sein", freut sich Schmuckenschlager.

Heißes Wetter begünstigt Entwicklung der Trauben

Begonnen hat das Jahr für die Reben mit einem späten Austrieb, also einer geringen Gefahr für Spätfröste. Im Mai habe es viel Niederschlag gegeben und ein paar kühlere Tage, was zu einem späten Blütezeitpunkt im Juni geführt habe. Im Juni habe dann sehr heißes Wetter die starke Entwicklung der Trauben begünstigt. Die Trockenheit habe zu einer nur geringen Gefährdung durch Pilzkrankheiten geführt. "Wir haben ein sehr gesundes Traubenjahr", so Schmuckenschlager.

Auch der Juli sei sehr heiß gewesen, viele Winzer hätten ihre Traubenmengen reduziert, so dass die Rebe nicht allzuviel Anstrengung habe. Erste Vorproben zeigten sehr gute Parameter bei der Zucker- und Säurekonzentration. "Es können sehr reife und langlebige Weine werden, klassische österreichische Weine", meint der Weinbaupräsident, der auch Präsident der niederösterreichischen Landwirtschaftskammer ist. "Der Jahrgang 2019 wird sich in die berühmte Serie der 'Neuner-Weine' einreihen, denn bei allen Jahrgängen seit den 50er Jahren, die mit neun enden, haben wir sehr gute Qualitäten".

Die Hitze im Juni tat den Weintrauben gut - APA

Neben der guten Qualität der Trauben können die Winzer auch mengenmäßig zufrieden sein. "Wir gehen heuer von einer durchschnittlichen Ernte aus und erwarten rund 2,4 Millionen Hektoliter", sagte Schmuckenschlager. Der langjährige Schnitt liege bei 2,5 Millionen Hektolitern. Das ergebe ein sehr ausgewogenes Bild - keine Verwerfungen am freien Traubenmarkt durch ein zu hohes Angebot, und man könne die Märkte gut und stabil bedienen. Bei den Exporten soll der bisherige Weg weitergegangen werden und auf Qualitätsweine gesetzt werden, wünscht sich der Weinbaupräsident.

Millionen Hektoliter Wein

Heuer sei die Entwicklung in allen Weinbauregionen ziemlich ausgeglichen verlaufen. In der Steiermark gebe es eine sehr gute Ernte mit sehr gesunden Trauben, nur sehr vereinzelt seien Hagelschäden vorgekommen. Im Burgenland habe es eine lange Trockenheit gegeben, die zu Kleinbeerigkeit führte, daher gehe man dort von einer eher unterdurchschnittlichen Ernte aus. In Niederösterreich werde eine schöne, normale Ernte erwartet.

Die Gefahren durch den Klimawandel...

Die Gefahren durch den Klimawandel sehen die Vertreter der Landwirtschaftskammern aber trotz der heurigen guten Nachrichten nicht gebannt. Extremwetterereignisse bedrohen die Landwirtschaft, viel Niederschlag und viel Trockenheit und natürlich Hagel ziehen auch den Weinbau in Mitleidenschaft - wobei für die Reben Trockenheit weniger schädlich sei als Nässe. Heißes Wetter führe zwar zu einer geringeren Ernte, sei aber immer noch besser als Feuchtigkeit. "Die Rebe ist eine sehr genügsame Pflanze", meinte der Weinbaupräsident. Dass durch den Klimawandel der Weinbau verändert werde und insbesondere die Flächen, wo Wein angebaut werden kann, sich verändern, das sei unbestritten. Aber eine schnelle Veränderung sieht der Weinbaupräsident nicht, auch weil man sehr restriktiv vorgehe bei der Zulassung neuer Rebflächen: Nur ein Prozent der österreichischen Gesamtweinbaufläche pro Jahr darf neu bepflanzt werden. "Dass irgendwann das Mühlviertel das Weinviertel übertrifft, davon gehe ich nicht aus."

(APA)

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