Wintercampen liegt im Trend: Tipps für das Campen in der Kälte

Campen und Skifahren lassen sich gut verbinden.
Campen und Skifahren lassen sich gut verbinden. ©APA/BARBARA GINDL
Wintercampen erlebt einen starken Aufschwung. In den letzten fünf Jahren stieg die Zahl der Ankünfte auf Österreichs Campingplätzen zwischen Dezember und Februar um 22 Prozent. Für alle, die Wintercampen selbst ausprobieren wollen, gibt der Österreichische Camping Club Tipps.
Campen in Wien

Waren es im Winter 2011/2012 noch 56.678 Ankünfte, erhöhte sich die Zahl in der Saison 2016/2017 auf 69.036 (Quelle: Statistik Austria). “Camping generell erfreut sich steigender Beliebtheit. Positiv auf die Wintersaison wirkt sich aus, dass die Qualität von Wärmedämmung und Ausstattung in Wohnwagen und Wohnmobilen steigt. Wintercamping wird damit für immer mehr Reisende möglich und komfortabler”, so Daniel Kunc vom Österreichischen Camping Club (ÖCC). “Zudem haben viele Campingplätze in Österreich ganzjährig geöffnet und bieten zahlreiche Annehmlichkeiten wie beheizte Skiställe, Restaurants, Wellness- und Saunalandschaften. Pisten, Loipen und Thermen liegen meist direkt vor der Tür.” Auch die Zahl der Übernachtungen auf Campingplätzen im Winter nimmt zu: Während es vor fünf Jahren noch 354.000 Nächtigungen waren, stieg die Zahl zuletzt auf über 380.000 zwischen Dezember und Februar – ein Plus von sieben Prozent. Tirol nimmt hier eine Vorreiterrolle ein: Über die Hälfte der österreichweiten Nächtigungen und Ankünfte entfielen in der vergangenen Wintersaison auf das westliche Bundesland.

Tipps für das Campen im Winter

Anreise: “Am besten erkundigt man sich vor der Abfahrt, welche Straßen eventuell im Winter gesperrt und wo Schneeketten vorgeschrieben sind”, empfiehlt Kunc. “Das Dach sollte unbedingt frei von Schnee und Eis sein, um andere Verkehrsteilnehmer durch herabfallende Eisplatten nicht zu gefährden.”

Ausrüstung: Ins Gepäck gehören Thermomatten für alle Scheiben und eventuell eine Matte, um das Fahrerhaus vom Wohnbereich zu trennen. Auch ein Starthilfekabel und eine Schneeschaufel sollten immer zur Hand sein.

Gas: Grundsätzlich am besten für den Winter geeignet ist ein Zweiflaschensystem mit Umschaltautomatik – das verhindert kalte Nächte. Läuft die Heizung durchgehend, sind in einer Woche schnell zwei 11kg-Gasflaschen verbraucht. “Ratsam ist, sich vorab beim Campingplatz zu erkundigen, ob dort Flaschen getauscht werden können”, sagt der ÖCC-Experte. “Reist man ins Ausland, sollte ein Euro-Füllset oder ein Euro-Adapter-Set dabei sein, da die Anschlüsse unterschiedlich sein können.”

Abstellen: Um bei Tauwetter nicht einzusinken, helfen Bretter – angeordnet unter dem Deichselrad des Wohnwagens und unter den Hubstützen. Damit die Handbremse nicht anfriert, muss sie gelöst werden, sobald das Fahrzeug aufgebockt ist.

Aufenthalt: “Heizung und Warmwasseranlage sollte man durchlaufen lassen, damit sie nicht einfrieren. Den Abwasserschieber lässt man am besten offen und stellt einen Kübel darunter”, lauten weitere Tipps des Campingexperten. “Be- und Entlüftungsöffnungen dürfen nicht zuschneien.”

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