Windrad-Flügel in Glinzendorf abgebrochen: Ursache geklärt

Anfang August brach ein Rotorflügel eines Windkraftwerks in Glinzendorf ab.
Anfang August brach ein Rotorflügel eines Windkraftwerks in Glinzendorf ab. ©APA/HARALD SCHNEIDER
Die Verkettung mehrerer ungewöhnlicher Fehler hat laut EVN dazu geführt, dass Anfang August in einem Windpark in Glinzendorf bei einem Windrad ein Rotorblatt abgebrochen und abgestürzt ist.
Weitere Untersuchungen
Rotorblatt abgebrochen

Beim defekten Windrad stehen die Reparaturarbeiten inzwischen vor ihrem Abschluss. Als letzter Schritt wird nun ein neues Rotorblatt montiert, hieß es in einer Aussendung am Sonntag. Verletzt wurde bei dem Vorfall am 7. August niemand.

Rotorblatt durch Korrosion beschädigt: Störung im Überwachungssystem

Der nicht vorhersehbare Rotorblattschaden sei durch die Verkettung mehrerer ungewöhnlicher Fehler passiert. Eine kaum sichtbare Korrosion in den Bohrungen des Blattlagers habe demnach dazu geführt, dass die Verschraubung geschwächt wurde. Um eine solche Beschädigung zu registrieren, sind in den Anlagen spezielle Früherkennungsüberwachungssysteme installiert. Diese führen dazu, dass die Anlage abgeschaltet wird, bevor es zu einem Schadensfall kommt. Zum Schaden des Blattlagers kam in Glinzendorf aber hinzu, dass diese Überwachungssysteme das Fehlersignal aufgrund einer Störung nicht an die Turbinensteuerung weitergaben.

Alle baugleichen Anlagen wurden seit dem Vorfall von Experten auf mögliche Korrosionsschäden und Störungen der Überwachungssysteme hin überprüft. Laut EVN wurden keine ähnlichen Schäden gefunden.

(APA/Red)

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