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Windows startet Mac-Programme

Wer einen Mac hat, braucht sich um Windows keine Gedanken zu machen. Denn fast alle Windows-Programme laufen mit dem "Parallels Desktop for Mac" auch auf dem Computer mit dem angebissenen Apfel.

Die neue Version dieser Virtualisierungssoftware reißt die bisherigen Mauern zur Windows-Welt noch weiter ein. Erstmals werden auch Anwendungen unterstützt, die wie Computerspiele auf die spezielle 3D-Grafik von Microsoft angewiesen sind. Um „Half Life“ auf dem Mac zu spielen, musste man bisher die Apple-Technik Bootcamp nutzen, den Computer neu starten und die Windows-Partition auf dem Mac booten. Mit dem Parallels Desktop 3.0 (die interne Build-Nummer lautet zurzeit 4128) kennt jetzt auch die virtuelle Windows-Maschine, also der simulierte Computer auf dem Mac-Desktop, DirectX 8.1 und OpenGL.

Die Software-Entwickler haben nicht nur Festplatte und Prozessor des Windows-Computers virtualisiert, sondern auch die 3D-Grafik. Zur Liste der unterstützten Programme gehören die Konstruktionssoftware „AutoCAD 2008“ und 24 Computerspiele wie „Baldur’s Gate 2“, „Half Life“, „Quake“ oder „World of Warcraft“. Programme, die mit OpenGL zurechtkommen, laufen im Allgemeinen besser als DirectX-Spiele. Weil der Aero-Look von Windows Vista auf DirectX 9 angewiesen ist, kann diese Oberfläche auch noch nicht im Mac-Fenster auftauchen.

Die 3D-Grafik ist die auffälligste, aber nicht unbedingt die interessanteste Neuerung des Parallels-Desktops. Am rechten Rand der virtuellen Maschine finden sich drei neue Schaltflächen für „Snapshots“: Damit können bestimmte Zustände des Windows-Systems so eingefroren werden, dass man zu ihnen zurückkehren kann. Das ist etwa nützlich, wenn man auf die ältere Version einer Software zurückgreifen muss.

Die Snapshot-Funktion kennt auch das Konkurrenzprodukt der VMWare Workstation unter Windows. Zurzeit entwickelt VMWare unter der Bezeichnung Fusion auch eine Version für den Mac.

Mit den Verbesserungen der „Coherence“-Funktion wird die Frage nach dem anderen Betriebssystem aber fast bedeutungslos. Der andere Desktop verschwindet völlig, es wird nur das Fenster der Anwendung auf dem Mac-Desktop angezeigt. Windows-Anwendungen können direkt vom Dock aus im „Coherence“-Modus gestartet werden. Ebenso lassen sich Dateien im Mac-Finder mit rechtem Mausklick in einem Windows-Programm öffnen. Dass dies auch in der umgekehrten Richtung möglich ist, wirkt besonders verblüffend: Aus Windows heraus lässt sich auf diese Weise ein Mac-Programm starten. In der praktischen Arbeit gibt es nur dann Probleme, wenn im schnellen Wechsel zwischen beiden Welten die Tastaturbefehle für eine Mac-Anwendung mit denen des Windows-Programms verwechselt werden – das fängt bereits beim Eintippen einer E-Mail-Adresse an.

Deutlich bequemer geworden ist der Zugriff auf die Daten der virtuellen Maschinen. Die simulierte Windows-Festplatte ist vom Mac aus nicht mehr nur eine große Datei mit der Endung .hdd. Der „Parallels Explorer“ zeigt alle Dateien der virtuellen Festplatten an. Und es ist möglich, Dateien zwischen verschiedenen Windows-Systemen sowie der Mac-Festplatte hin und her zu kopieren.

Neben Windows können auch Linux, FreeBSD oder Sun Solaris als Gastsystem auf dem Mac eingerichtet werden. Systemvoraussetzungen auf dem Mac sind ein Intel-Prozessor, möglichst ein Gigabyte RAM und 200 MB auf der Festplatte für die Installation von Parallels. Für jedes Gastbetriebssystem kommen dann noch mal etwa 15 GB hinzu, außerdem wird die jeweilige Lizenz benötigt. Der „Parallels Desktop for Mac“ kann in einer Testversion aus dem Internet heruntergeladen werden. Dort kostet der Lizenzschlüssel 80 Dollar (59,7 Euro). Über den deutschen Vertriebspartner Avanquest kann die Software auch als Paket zum Preis von rund 80 Euro bezogen werden.

(S E R V I C E – http://www.parallels.com/products/desktop)

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