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Willi Resetarits pflanzt "Floridsdorfer G'mischten Satz" vor Wiener Schule

V.l.n.r.: Willi Resetarits, Rainer Christ vom Weingut Christ, Religionslehrer Mag. Dietmar Müller, Bezirksvorsteher Georg Papai, Direktorin Mag. Susanne Neuner und KommR Helmut Schramm, Präsident des Schulerhalters Fonds der Wiener Kaufmannschaft
V.l.n.r.: Willi Resetarits, Rainer Christ vom Weingut Christ, Religionslehrer Mag. Dietmar Müller, Bezirksvorsteher Georg Papai, Direktorin Mag. Susanne Neuner und KommR Helmut Schramm, Präsident des Schulerhalters Fonds der Wiener Kaufmannschaft ©Harald Klemm
Wein pflanzen und Vielfalt feiern: Die Vienna Business School Floridsdorf pflanzte vergangenen Freitag auf einer Grüninsel vor dem Eingang der Schule den "Floridsdorfer G'mischten Satz". Sieben unterschiedliche Rebstöcke wurden durch prominente Persönlichkeiten gesetzt, unter ihnen Sänger Willi Resetarits und der Floridsdorfer Bezirksvorsteher Georg Papai.
Beim Projekt "Gott pflanzen"

Der „Floridsdorfer G’mischte Satz“ ist ein Symbol für die Vielfalt, das Miteinander und den Dialog an der Schule. Die Veranstaltung, die unter dem Motto “Gott pflanzen” stand, setzt die Reihe an interreligiösen und interkulturellen Aktivitäten der Schule fort.

“Gott pflanzen”: Sieben Weinreben vor Floridsdorfer Schule gepflanzt

Es wurden sieben Weinreben unterschiedlicher Traubenfarben und Rebsorten gesetzt, die im Floridsdorfer Weinbau relevant sind, und zwar Grüner und Roter Veltliner, Grauburgunder, Gelber Traminer, Blaufränkisch, Sankt Laurent und Pinot Noir. Auch Sänger Willi Resetarits pflanzte einen Stock. Schülerinnen und Schüler lasen themenbezogene Zitate bei jeder Pflanzung, danach gab es für die rund 130 Anwesenden Aufstrichbrote und einen gemischten Satz vom Weingut Christ – und für die SchülerInnen Traubensaft.

“Weil uns das Nebeneinander und vor allem das Übereinander gestört haben, haben wir vergangenes Schuljahr einen interreligiösen und interkulturellen Prozess eingeleitet. Die Idee dieses Dialogs haben wir nun mit ‚Gott pflanzen‘ weitergeführt“, erklärt Mag. Susanne Neuner, Direktorin der Vienna Business School Floridsdorf. Im Vorjahr hatten zwei Klassen unter dem Titel „Gott essen“ einen Tag lang miteinander gekocht, über religiöse Ess- und Trinkgewohnheiten gesprochen und sich vor allem zum Miteinanderessen an einen Tisch gesetzt. Initiiert wurde das Projekt von Religionslehrer Mag. Dietmar Müller, der auch für „Gott pflanzen“ verantwortlich ist.

Floridsdorfer G’mischter Satz: “In Vielfalt geeint”

Was die aktuelle Bepflanzung mit Weinstöcken vor der Schule betrifft, so wurde diese seitens MA 42 und der Gebietsbetreuung genehmigt. Auf einer Tafel wird nun auf die Weinstöcke hingewiesen. Sie trägt auf der Vorderseite den Schriftzug „Floridsdorfer G’mischter Satz“ und auf der Rückseite den Schriftzug „Nos omnes in varietate concordia“. Religionslehrer Müller erklärt: „Wein steht in der Kultur- und Religionsgeschichte für soziale Aspekte und das bunte Miteinander. Das wollten wir zeigen: Wir sind in Vielfalt geeint.“

Auch KommR Helmut Schramm, Präsident des Schulerhalters Fonds der Wiener Kaufmannschaft, pflanzte einen Rebstock: „Auch als Wirtschaftsschule bekennen wir uns zu sozialen Projekten und gegenseitiger Verantwortung und Wertschätzung. Aus der unterschiedlichen Herkunft, Nationalität, Sprache oder Religion unserer Schülerinnen und Schüler ergeben sich auch eine Fülle von Chancen zu einer Kultur des Miteinander“, so Schramm.

Auch Bezirksvorsteher pflanzte einen Weinstock

Der Floridsdorfer Bezirksvorsteher Georg Papai pflanzte ebenfalls einen Weinstock. „Ich schätze und unterstütze es sehr, wenn eine Schule nicht nur Wissensinhalte vermittelt, sondern auch Projekte mit sozialer Komponente vorantreibt, und es ist einfach schön zu sehen, mit welcher Freude und Begeisterung sich die Schülerinnen und Schüler der Vienna Business School Floridsdorf hier mit persönlichen Beiträgen einbringen“, meinte Bezirksvorsteher Papai im Anschluss.

Die Pflanzung wurde im Rahmen des Religionsunterrichts und in anderen Gegenständen vorbereitet, und zwar unter verschiedenen Aspekten:

  • Der „G’mischte Satz“ steht für Vielfalt und eine pluralistische Gesellschaft.
  • Weinstöcke brauchen Zeit, um zu wachsen und Früchte zu tragen: Vor diesem Hintergrund wurden die Verdrängung von Zeit aus dem Zeitgeist und die Synchronität in “sozialen” Medien diskutiert.
  • Die Auseinandersetzung mit Nahrung und Getränken als Genussmitteln dient auch der Suchtprävention.
  • Doppeldeutigkeit des Titels „Gott pflanzen“: Witz, Komik, Ironie und Selbstironie in Religionen dienen der Vorbeugung gegen fundamentalistische Verirrungen.

 

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