Wiener Riesenradplatz: Generalunternehmer zahlungsunfähig

Der Generalunternehmer des Wiener Riesenradplatzes, "Explore 5D", ist zahlungsunfähig. Das Unternehmen, das mit der Fertigstellung des neuen Prater-Entrees beauftragt war, hat laut dem Kreditschutzverband von 1871 (KSV) die Eröffnung des Ausgleichsverfahrens beantragt.

Das Verfahren könnte demnach bereits Anfang kommender Woche eröffnet werden. Betroffen von der Insolvenz sind rund 70 Gläubiger und sieben Dienstnehmer.

Laut KSV werden als Grund für Zahlungsunfähigkeit “Problemstellungen/Differenzen mit der Auftraggeberin im Zusammenhang mit dem Totalunternehmervertrag” genannt. Das Unternehmen strebe die völlige Fertigstellung der Baustelle Riesenradplatz an, um gegenüber dem Auftraggeber die Werthaltigkeit der Forderungen zu garantieren, so der KSV. Abzuwarten bleibe nunmehr, ob diese in Aussicht gestellte Fertigstellung der Baustelle im Rahmen des Ausgleichsverfahrens möglich sei.

Aus den dann eingetriebenen Forderungen sollen dann die Mittel für den Ausgleich kommen. Dabei bietet “Explore 5D” unbesicherten Gläubigern eine Quote von 40 Prozent, zahlbar binnen zwei Jahren, an. Die Passiva des Unternehmens lägen aus heutiger Sicht bei 18. Mio. Euro, die Aktiva werden im Ausgleichsantrag mit einer Bandbreite zwischen 9,7 Mio. bis 11,7 Mio. Mio. Euro angegeben, so KSV.

Die rechtliche Konstruktion zur Errichtung des Prater-Entrees ist komplex: Dazu hatte die gemeindeeigene Stadt Wien Marketing und Prater Service GmbH die “Riesenradplatz-Errichtungs GmbH” gegründet. Als Leasinggeber wurde die Immoconsult installiert. Diese wiederum hatte “Explore 5 D” als General-Bauunternehmer beauftragt, der Subunternehmer mit den eigentlichen Arbeiten betraute. Am 27. Mai hatte die Stadt Wien Marketing und Prater Service GmbH schließlich bekanntgegeben, “Explore 5D” gekündigt zu haben, weil das Unternehmen seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht mehr nachgekommen sei.

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