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Wiener Postsparkasse wird zu Uni-, Kunst und Forschungszentrum

Die von Otto Wagner geplante Postsparkasse wird zum neuen Zenrum für Universitäten, Forschung und Kunst.
Die von Otto Wagner geplante Postsparkasse wird zum neuen Zenrum für Universitäten, Forschung und Kunst. ©SIGNA Stefan Seelig (Sujet)
Die Postsparkasse in der Wiener Innenstadt wird zu einem neuen Zentrum für Universitäten, Forschung und Kunst. Vier Institutionen ziehen in das von Otto Wagner geplante Gebäude am Georg-Coch-Platz an der Ringstraße ein, wurde am Dienstag mitgeteilt: Die Akademie der Wissenschaften (ÖAW), die Uni Linz, die Uni für angewandte Kunst Wien und das MAK - Museum für angewandte Kunst.

"Das von Otto Wagner entworfene Haus zählt zu den bekanntesten Jugendstilgebäuden Wiens mit internationaler Strahlkraft und soll in Zukunft zur neuen Heimat für mehrere Forschungseinrichtungen werden", heißt es seitens der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG), die kürzlich einen Baurechtsvertrag mit dem Besitzer der Liegenschaft, der Firma Signa Prime Selection um Immobilieninvestor Rene Benko, unterzeichnet hat. Im Zuge dessen übernehme man das "Baujuwel" Anfang kommenden Jahres und beginne dann mit den Adaptierungsarbeiten.

Wien: Neues Uni-, Kunst- und Forschungszentrum ab 2021 in Postsparkasse

Erste Mieter sollen im Herbst 2020 in Räume ziehen, die baulich relativ rasch adaptiert werden können. 2021 werden dann die weiteren vorgesehenen Bereiche der ÖAW, Angewandten, Uni Linz und des MAK folgen. Die Gesamtgebäudefläche werde rund 40.000 Quadratmeter betragen. Über die Höhe der notwendigen Investitionen könne man erst nach der Übernahme der Liegenschaft Angaben machen. Ein finaler Plan zur Nutzung der zukünftigen Räumlichkeiten werde erst erstellt, so die BIG auf APA-Nachfrage. Das Konzept sieht auch "eine, zumindest teilweise, öffentliche Zugänglichkeit" vor.

Die ÖAW verfolge "seit Längerem das Ziel, ihre in Wien verteilten Einheiten räumlich zu bündeln. Dies im einzigartigen Ambiente der Wiener Postsparkasse umzusetzen, ist eine einmalige Gelegenheit", so ÖAW-Präsident Anton Zeilinger. Für geistes-, sozial- und naturwissenschaftliche Einheiten stünden der ÖAW zukünftig rund 10.000 Quadratmeter am neuen Standort zur Verfügung, heißt es in einer Aussendung.

Das MAK werde Bereiche im 1. Stock museal nutzen. Rund 6.000 bis 8.000 Quadratmeter werden für bisher "über die Stadt verstreute Universitätsexposituren" der Angewandten zur Verfügung stehen. Auf weiteren 2.000 Quadratmetern will die Kunstuniversität neue Forschungs- und Lehreinheiten etablieren. "Die Anmietung von diesen Räumlichkeiten sehen wir als Jahrhundertchance für unsere eigene institutionelle Entwicklung", so Angewandte-Rektor Bast. Die Uni Linz verstärke mit diesem Schritt ihre Präsenz in der Bundeshauptstadt: "Wir gehen diesen Schritt nicht nur räumlich, sondern auch in einer inhaltlichen Verschränkung mit anderen Institutionen", so Rektor Meinhard Lukas. Das derzeit in Wien-Josefstadt angesiedelte, für die Universität Hagen betriebene Fernstudienzentrums der Uni Linz soll ebenfalls in die Postsparkasse übersiedeln.

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(APA/Red.)

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