Wiener Polizei verstärkt Kontrollmaßnahmen

Die Kontrollen von der Wiener Polizei werden verschärft.
Die Kontrollen von der Wiener Polizei werden verschärft. ©APA/ROLAND SCHLAGER
Die Coronavirus-Kontrollmaßnahmen bei der Wiener Polizei werden verstärkt. Insbesondere Naherholungsgebiete werden verstärkt bestreift.

Die Wiener Polizei verstärkt ihre Coronavirus-Kontrollmaßnahmen. Insbesondere mit Hinblick auf das Frühlingswochenende werden Naherholungsgebiete verstärkt bestreift. An zahlreichen Orten in der Bundeshauptstadt kommt es laut Exekutive derzeit zu "teils massiven Verstößen gegen die gesetzlich vorgegebenen Beschränkungen", hieß es in einer Aussendung am Samstag.

Fokus der Polizei unter anderm auf Wiener Donauinsel

Die Polizei kontrolliert im normalen Streifendienst, aber auch Beamte der Bereitschaftseinheit in Zugsstärke mit 25 Personen kommen zum Einsatz. Letzteres ist vor allem auf der Donauinsel der Fall. Es wurde die Weisung ausgegeben, dass die Beamten zu Fuß den Streifendienst absolvieren sollen, sagte Polizeisprecher Paul Eidenberger der APA. Personen, die gegen die Ausgangsbeschränkungen verstoßen, sollen nach wie vor im Dialog angesprochen und auf die gesetzlichen Regelungen hingewiesen werden. Allerdings wurde auch betont, dass Sanktionen "ein integraler Bestandteil des täglichen Polizeidienstes" sind.

Immer wieder sammeln sich laut Polizei beispielsweise Gruppen zum gemeinsamen Konsum alkoholischer Getränke im öffentlichen Raum. Dazu gab es auch "Rückmeldungen aus der Bevölkerung. Das ist kein Ausnahmegrund und auch nicht mit einem Meter Abstand argumentierbar, dass man sich dafür draußen aufhält", konstatierte Eidenberger.

An 15 Wiener Orten kam es zu besonders vielen Verstößen

Die Polizei listete rund 15 Orte in der Stadt auf, bei denen es bereits massive Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkungen gab. Dazu gehört der Treppelweg am Donaukanal, in der Innenstadt der Heldenplatz, der Maria-Theresien-Platz sowie der Stadtpark, der gesamte Bereich des Praters, sämtliche Park- und Outdoor-Sportanlagen sowie zahlreiche Kinderspielplätze im gesamten Stadtgebiet. Genannt wurden außerdem das Museumsquartier, die Mariahilfer Straße, die Favoritenstraße sowie der Reumannplatz, die Meidlinger Hauptstraße und der Bahnhof Floridsdorf. Witterungsbedingt wird der Fokus auch auf Neuwaldegg, den Kahlenbergparkplatz, das Wienerberggelände, den Maurer Wald sowie eben die Donauinsel gelegt.

Gemeinsam mit dem Wiener Marktamt werden am Samstag auch verstärkt Bauernmärkte kontrolliert. Auch dort gilt der Mindestabstand von einem Meter. Beim Brunnenmarkt wurden dafür beispielsweise Straßen gesperrt.

Falsches Verhalten kann Verlängerungen der Maßnahmen bedeuten

Die von der Regierung beschlossenen Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie werden von der Bevölkerung laut Polizei grundsätzlich angenommen und diszipliniert eingehalten. Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist derzeit gesetzlich verboten und nur in begründeten Ausnahmefällen erlaubt.

Die Exekutive wies darauf hin, dass persönliche Isolation der wichtigste und beste Weg ist, die Krankheit möglichst einzudämmen. "Jede Verhaltensweise, die dieser Isolation entgegen spricht, bedeutet ein zusätzlich vermeidbares Risiko sowie eine Verlängerung der strengen Maßnahmen", betonte die Polizei in ihrer Aussendung.

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(APA/Red)

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