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Wiener Polizei rudert nach Demo-Vorfall zurück: "Tatsächlich gefährliche Situation"

Die Wiener Polizei gesteht Misstände ein und will den Aktionen nachgehen.
Die Wiener Polizei gesteht Misstände ein und will den Aktionen nachgehen. ©APA-FOTO: HANS PUNZ
Nach der Veröffentlichung eines neuen Videos zur Polizeigewalt am letzten Freitag gibt die Wiener Polizei teils zu, falsch gehandelt zu haben. In dem Video wird ein Demonstrant so am Boden fixiert, dass sein Kopf unter einem später losfahrenden Polizeiwagen landet.
Proteste gegen Polizeigewalt
Aktivist verwechselte Polizisten
Kritik an Wiener Polizei

Ein zweites Video aus einer anderen Perspektive von einer Festnahme beim umstrittenen Polizeieinsatz bei einer Klimademo in Wien zeigt, wie der Kopf eines am Boden fixierten Mannes unter dem Polizeiauto liegt. Er wurde vom wegfahrenden Streifenwagen beinahe überrollt, erst im letzten Moment konnten die beiden Beamten ihn wegziehen.

Hatte Wiens Vizepolizeipräsident Michael Lepuschitz am Dienstag noch in mehreren Interviews bestritten, dass der Kopf des Aktivisten unter dem Auto war, relativierte die Wiener Polizei am Mittwoch diese Aussage auf Twitter. "Diese Videoperspektive zeigt tatsächlich eine gefährliche Situation. Unabhängig von der bereits eingeleiteten strafrechtlichen Überprüfung wird dieser Vorfall im Zuge einer Evaluierung in die Einsatztaktik und das Einsatztraining einfließen", twitterte die Behörde.

"Niemand zu Schaden gekommen"

Im ZIB2-Interview am Dienstag war Lepuschitz mit dem Video konfrontiert worden. "Ich gehe davon aus, dass das nicht beabsichtigt war", sagte er. Außerdem hätten "die Beamten sehr rasch reagiert, es ist niemand zu Schaden gekommen", meinte der Vizepolizeipräsident.

Die mögliche Polizeigewalt bei der Räumung der Blockade am Freitag in Wien wird auch polizeiintern diskutiert. Öffentliche Kritik seitens der Exekutive wurde in Österreich bisher nicht geäußert. Der deutsche Polizeibeamte und Politiker Oliver von Dobrowolski wiederum fand auf Twitter scharfe Worte.

"Habe mir das Video einige Male angesehen und einige Stunden wirken lassen. Zu erkennen sind Polizisten, die einen fixierten Mann mit dem Kopf vor dem Reifen eines Polizeibusses ablegen. Dann gibt der Fahrer Gas. Mir fällt kein Grund für ein 'Versehen' ein. Und das ist furchtbar...", twitterte der Bundesvorsitzende der Berufsvereinigung PolizeiGrün. "So fixiert man niemanden", erklärte der Kriminalhauptkommissar weiter.

(APA/red)

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