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Wiener Polizei befürchtete Amokfahrt: Jugendliche rasten durch Meidling

Drei Polizisten wurden bei dem Einsatz verletzt.
Drei Polizisten wurden bei dem Einsatz verletzt. ©APA
Drei Jugendliche waren gestern mit gestohlenen Kennzeichen und Schreckschusspistole durch Wien-Meidling unterwegs. Als sie von der Polizei aufgehalten wurden, flüchteten sie mit dem Pkw am Gehsteig Richtung U-Bahnstation.

Drei Jugendliche sind in der Nacht auf Freitag auf der Flucht vor der Polizei durch Wien-Meidling gerast - teilweise am Gehsteig. Bei ihrer Festnahme leisteten die Burschen massiven Widerstand. Ein Mob bildete sich und wollte dem Trio zu Hilfe kommen. Die Kennzeichen am Wagen der Verdächtigen waren gestohlen, im Inneren des Pkw entdeckten die Beamten eine Schreckschusspistole.

Polizei befürchtete Amokfahrt

Polizeibeamte aus dem Stadtpolizeikommando Meidling wurden Donnerstag nach 21.30 Uhr auf ein Fahrzeug aufmerksam, dass mit überhöhter Geschwindigkeit von der Wienerbergstraße bis zum Schedifkaplatz unterwegs war. Es wurden zahlreiche Verwaltungsübertretungen begangen und mehrere Personen gefährdet. "Es war zunächst nicht klar, ob es sich nicht um eine Amokfahrt handelt", sagte Polizeisprecher Patrick Maierhofer.

Mob wollte Beifahrer "befreien"

Der Lenker raste, alle Anhalteversuche ignorierend, am Gehsteig in Richtung U-Bahn-Station Meidling. Dabei wurden die Reifen beschädigt, drei Personen flüchteten aus dem Wagen. Die Polizei stellte den Fahrer, 17 Jahre alt, sowie einen 19-Jährigen, beide staatenlos und tschetschenischer Herkunft, und einen 16-jährigen Serben. Mit der Festnahme wollte sich das Trio nicht abfinden: Die Burschen wehrten sich heftig, verbal unterstützt von umstehenden Personen, die einen Beifahrer zu "befreien" drohten.

Die Polizisten sahen sich bis zum Eintreffen von Verstärkung mit einer brenzligen Situation konfrontiert, wie Maierhofer betonte. Drei Beamte wurden verletzt. Die Burschen äußerten sich bei ihren Einvernahmen bisher nicht.

(APA/red)

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