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Wiener Märkte wurden von Polizei und Marktamt kontrolliert

Das Marktamt war auf allen 22 Wiener Lebensmittelmärkten unterwegs.
Das Marktamt war auf allen 22 Wiener Lebensmittelmärkten unterwegs. ©APA/WIENER MARKTAMT
Am Samstag waren Polizei und Marktamt auf den Wiener Märkten unterwegs. Dort wurden Kontrollen durchgeführt.
Abstände auf Märkten werden vergrößert

In letzter Zeit ist es wegen des Coronavirus immer wieder Thema gewesen, dass auf den Wiener Märkten ein Gedrängel herrscht. Die Stadt hat nun strengere Maßnahmen veranlasst - die von einem Mindestabstand von vier Metern bis hin zur Einbahnregelung für Besucher reichen, um die Märkte offen halten zu können. Am Samstag waren Polizei und Marktamt unterwegs, um zu kontrollieren und zu informieren.

Marktamt war auf 22 Lebensmittelmärkten in Wien unterwegs

"Wir waren heute auf jedem Markt in Wien unterwegs. In Summe sind das 22 Lebensmittelmärkte", berichtete ein Sprecher des Marktamtes der APA am Nachmittag. Damit der Sicherheitsabstand zwischen den Ständen groß genug sein konnte, wurden zum Teil Parkstreifen oder nicht genutzte Schanigärten ins Marktgeschehen integriert.

Anderorts, beim Karmelitermarkt, wurde die Haidgasse gesperrt, um dort Stände platzieren zu können, beim Viktor-Adler-Markt Teile des Viktor-Adler-Platzes. Erleichtert habe die Herangehensweise, dass circa ein Drittel der Bauern, die normalerweise auf den Märkten ihre Waren verkaufen, dieses Mal nicht gekommen seien.

Als besondere Herausforderung erwies sich der Brunnenmarkt, so der Sprecher - weil in der Brunnengasse die Stände nicht "auseinanderrücken" können. So wurde die Brunnengasse für die Besucher kurzerhand zur Einbahn erklärt - das heißt, sie konnten nur in eine Richtung gehen. "Allein am Brunnenmarkt hatten wir 20 Leute im Einsatz, um die Besucher zu informieren und auf die notwendigen Sicherheitsabstände zu achten."

45 Mitarbeiter bei Kontrollen im Einsatz

In Summe waren am heutigen Samstag 45 Mitarbeiter im Einsatz. Die Bilanz des Sprechers: "Wir können natürlich die Stände nur so aufstellen, dass Sicherheitsabstände möglich sind. Und wir können die Leute darauf hinweisen, dass Sicherheitsabstände notwendig sind - ob das tatsächlich eingehalten wird oder nicht, kontrolliert die Polizei." Das Marktamt selbst hat jedenfalls keine Strafen verhängt.

Wiener Polizei war stichprobenartig unterwegs

Bei der Wiener Polizei heißt es auf APA-Nachfrage, dass man stichprobenartig auf den Märkten unterwegs gewesen sei. Er gebe Berichte, dass viel los sei, sagte ein Sprecher und betonte: "Der Großteil hält sich an die Vorgaben, was nichts daran ändert, dass viele Leute unterwegs sind und dass das das Infektionsrisiko in die Höhe treibt." Er erinnerte an die Eigenverantwortung eines jeden Einzelnen: "Jeder muss mithelfen."

Umweltstadträtin Uli Sima (SPÖ) zeigte sich jedenfalls nach dem heutigen Markttag zufrieden: "Der Großteil der Besucher hat sich vorbildlich an die Regeln gehalten, die Zusammenarbeit mit der Polizei hat sehr gut funktioniert, danke", teilte sie in einer Stellungnahme der APA mit. Die gesetzten Maßnahmen würden evaluiert und bei Bedarf verbessert werden. "Die Märkte sind gerade jetzt so wichtige Nahversorger und die Standlerinnen und Standler leisten hervorragende Arbeit, damit die Wienerinnen und Wiener auch weiterhin an der frischen Luft frisches Gemüse, Obst und Kräuter kaufen können."

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(APA/Red)

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