Wiener Liliputbahn soll mit Olivenkernen angetrieben werden

Keine Kohle für die Liliputbahn im Wiener Prater.
Keine Kohle für die Liliputbahn im Wiener Prater. ©APA/ROLAND SCHLAGER
Da für die Wiener Liliputbahn keine Steinkohle geliefert werden kann, soll sie künftig durch gepresste Olivenkerne angetrieben werden.

Eine erste Probefahrt ist für Samstag angesetzt. "Wir sind extrem gespannt, wie sich dieser neue Brennstoff bei unseren Dampfloks verhalten wird", sagte die Geschäftsführerin der Wiener Liliputbahn, Anna Kleindienst-Jilly.

Englischer Lieferant liefert keine Steinkohle mehr

Die alten Dampfloks aus dem Jahr 1928 fahren eigentlich mit Steinkohle, die in den vergangenen Jahren in Großbritannien bestellt wurde, weil die Qualität ausgezeichnet für den Fahrbetrieb war. Die Kohle verursachte weniger Rauch und war auch besser in der Verbrennung. "Jedoch hat der Lieferant die Produktion und den Verkauf gedrosselt und vor dem Sommer für kleinere Kunden wie die Liliputbahn gänzlich eingestellt. Es gab also keine Kohle mehr für die legendäre Schmalspurbahn", hieß es in einer Aussendung.

Liliputbahn im Wiener Prater wird mit Olivenkernen angetrieben

Einem Mitarbeiter ist es dann aber gelungen, eine Alternative zu finden: Gepresste Olivenkerne als "neuen nachhaltigeren Brennstoff für unsere 94-jährigen Dampfloks". Die erste Erprobung mit einer Dampflokomotive der Liliputbahn im Wiener Prater wird am Samstag erfolgen. Der erste Dampfzug fährt um 12.15 Uhr von der Hauptstation ab, dann wird es alle 30 Minuten eine Fahrt mit der Kernenergie betriebenen Liliputbahn Dampflok geben. Fahrgäste sind gerne willkommen.

(APA/Red)

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