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Wiener KAV: Restriktiver Umgang mit Schutzmasken

Beim Wiener KAV gilt weiterhin ein restriktiver Umgang mit den Schutzmasken.
Beim Wiener KAV gilt weiterhin ein restriktiver Umgang mit den Schutzmasken. ©APA/BARBARA GINDL
Im Umgang mit Schutzmasken gilt beim Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) weiterhin "restriktives" Vorgehen.

Weder die derzeit stabilen Zahlen bei den Corona-Fällen, noch der Neuzugang von 400.000 OP-Masken aus China ändern daran etwas, ohnehin sind diese nicht für die KAV-Krankenhäuser allein bestimmt. Mit dem Krisenstab der Stadt Wien wird daher am Weltmarkt weiterhin neue Schutzausrüstung gesucht.

Seit Wochen mit Ausrüstungsbesorgung beschäftigt

In Wien ist es der KAV, der seit einigen Wochen damit beschäftigt ist, die knappe Schutzausrüstung für die Wiener Kranken- und Pflegewohnhäuser, Ärzte und Rettungsdienste sowie weitere Player der kritischen Infrastruktur zu besorgen. Obig genannte OP-Masken kamen am Wochenende am Flughafen Wien-Schwechat mit einer AUA-Maschine aus Shanghai an. An Bord waren insgesamt zwölf Tonnen Schutzausrüstung, neben den Masken noch 20.000 Schutzanzüge, 10.000 Gesichtsschilder und 20.000 Schutzbrillen, wie der KAV am Montag mitteilte.

Mit den Masken, die nun in Supermärkten getragen werden müssen und auch dort verkauft werden, sind die Masken für den städtischen Spitalsträger nicht zu vergleichen - hier gelten bekanntlich ja auch selbsthergestellte Produkte - daher gibt es hier auch keine neue Konkurrenz. "Wir sind auf Masken klinischer Güte angewiesen", sagte eine KAV-Sprecherin gegenüber der APA. Und diese sind von der FFP3-Schutzmaske, jener mit größten Dichtheit und Schutzwirkung, abwärts bis hin zur OP-Maske am Weltmarkt heiß umkämpft. "Das ist auch der Grund, warum der KAV mit dem Krisenstab als Käufer für alle Akteure des Wiener Gesundheitssystems auftritt", so die Sprecherin, denn erst ab einer gewissen Menge könne man überhaupt auf einen Zuschlag hoffen. Vorherige Märkte in Großbritannien und den USA fallen aufgrund der dort herrschenden Notlage inzwischen aus, man setzt nun auf Lieferanten aus China und anderen Anbietern.

Freie Maskenentnahme seit zwei Wochen gestoppt

In den acht Spitälern des Wiener Krankenanstaltenverbundes (KAV) wurde die freie Maskenentnahme bereits vor rund zwei Wochen gestoppt. Man habe zwar genug Schutzausrüstung und vor allem -masken, beteuerte man damals, aber nachdem die jeweiligen Behältnisse innerhalb kürzester Zeit geleert worden seien, wurde auf das persönliche Ausgeben umgestellt.

Kritik kam indes von der unabhängigen Personalvertretung KIV: In einer Aussendung am Montag hieß es, dass in einigen KAV-Häusern an Covid-19-Erkrankte ohne adäquate Schutzausrüstung transportiert worden seien, sondern nur mit Handschuhen, Plastikschürzen und OP bzw. (MNS) Masken. Laut Aussendung des KIV würde im Intranet des KAV im Falle eines Nichtvorhandenseins einer FFP1-Maske dazu geraten, eine "OP-Maske, auch MNS (Mund-Nasen-Schutz) genannt" zu verwenden. Dazu entgegnete eine KAV-Sprecherin, dass das Tragen von Masken unter der FFP2-Qualität nur in Bereichen vorgesehen ist, wo es zu keinem direkten Kontakt mit Covid-19-Patienten kommt.

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(APA/Red)

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