Wiener Grüne: Erstes Treffen von Hebein und Vassilakou

Wann Vassilakou das Amt an Hebein übergibt, wurde nicht besprochen.
Wann Vassilakou das Amt an Hebein übergibt, wurde nicht besprochen. ©APA
Am Mittwoch trafen sich Maria Vassilakou ihre Nachfolgerin Birgit Hebein zu einem ersten Vier-Augen-Gespräch. Dabei fand hauptsächlich ein "erster Informationsaustausch" statt.
Hebein neue Grüne-Spitzenkandidatin
"Volle Unterstützung" von Vassilakou

Wie angekündigt hat Wiens Vizebürgermeisterin und Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou ihre Nachfolgerin Birgit Hebein (beide Grüne) am Mittwoch in ihrem Büro empfangen. Es war das erste Vier-Augen-Gespräch seit Hebeins Kür zur neuen grünen Spitzenkandidatin am Montag. Wann die Neo-Frontfrau die Funktionen Vassilakous übernimmt, war aber noch kein Thema, wurde der APA aus der Partei versichert.

Übergabetermin bei Treffen kein Thema

Mögliche personelle Änderungen im Klub seien ebenfalls nicht besprochen worden. Vielmehr habe das Treffen einem “ersten Informationsaustausch” gedient. Hauptthema sei die Spitzenwahl gewesen. Für die Besprechung der weiteren Vorgangsweise seien weitere Gesprächstermine vereinbart worden, hieß es.

Vassilakou hatte angekündigt, sich spätestens im Juni aus dem Rathaus zu verabschieden. Ob ihr Rückzug und somit die Übergabe an Hebein eventuell schon früher stattfinden wird, ist weiterhin offen.

Ludwig erwartet Fortsetzung der “guten Zusammenarbeit”

Wiens Bürgermeister und Landes-SPÖ-Chef Michael Ludwig hat offenbar kein Problem mit Birgit Hebein als neue Führung beim grünen Koalitionspartner. “Ich gehe davon aus, dass die gute Zusammenarbeit, die es mit der Frau (Vizebürgermeisterin, Anm.) Vassilakou gegeben hat, ihre Fortsetzung findet”, sagte er am Mittwoch. Vor Diskussionen bei manchen Themen fürchtet er sich nicht.

Eine Koalition einzugehen, heiße nicht, immer zu 100 Prozent einer Meinung zu sein. Dass sich durch die Ankündigung Hebeins, selbstverständlich linke Politik machen zu wollen, während Ludwig selbst einen pragmatischeren Kurs fährt, eine größere Kluft zwischen SPÖ und Grünen auftuen könnte, sieht der Bürgermeister nicht. “Ich sehe das nicht so sehr mit links, rechts, vorne, hinten, sondern es ist immer die Frage, ob eine politische Entscheidung vernünftig oder unvernünftig ist. Und unter diesem Gesichtspunkt treffe ich auch meine politischen Entscheidungen.”

Diskussionen schrecken Wiener Bürgermeister nicht ab

Man werde nach den ersten Gesprächen mit Hebein, die er demnächst mit ihr “über die Ziele der Koalition” führen werde, “bald sehen, in welche Richtung es ihrer Meinung nach gehen soll. Ich bin aber sehr zuversichtlich, dass wir uns da finden und einigen werden im Rahmen der Koalition”, zeigte sich Ludwig am Rande einer Pressekonferenz zuversichtlich.

Eventuelle Uneinigkeiten etwa über die von Ludwig angestrebte Ausweitung der Bevorzugung von Wienern (“Wien-Bonus”), wie es sie derzeit schon bei der Gemeindewohnungsvergabe gibt, sieht der Stadtchef gelassen entgegen. Es werde mit Hebein sicher einige Punkte geben, “wo ein intensiverer Diskussionsbedarf sein wird. Das schreckt mich nicht.” Er sei immer offen für Diskussionen, versicherte der Bürgermeister. Nachsatz: “Ich bin aber auch sehr daran interessiert, meine Ziele durchzusetzen.”

(APA/Red)

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