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Wiener für Gastro-Öffnung, planen aber keine Besuche

Die Wiener sehnen eine Öffnung der Gastronomie hervor.
Die Wiener sehnen eine Öffnung der Gastronomie hervor. ©APA/EXPA/ ERICH SPIESS
Bei einer Online-Befragung der Wirtschaftskammer sprechen sich die Wiener für eine baldige Öffnung der Gastronomie auf, zwei Drittel wollen allerdings nicht mehr so oft ausgehen wie zuvor.

Die Wienerinnen und Wiener freuen sich auf die Wiedereröffnung der Gastronomie ab 15. Mai. 80 Prozent wollen die Wirte mit Besuchen unterstützen. Jedoch: So häufig wie früher wird wohl vorerst nicht eingekehrt werden. Das hat eine von der Wirtschaftskammer Wien durchgeführte Online-Befragung von 1.000 Personen ergeben.

In den vergangenen Wochen waren die Lokalitäten weitgehend geschlossen. Nur manche bieten inzwischen wieder Mitnahmegelegenheiten an. Laut Kammer nutzen aber nur zehn Prozente der Gäste die Liefer- & Abholservices "mehrmals pro Woche". 70 Prozent der Gäste wünschen sich demnach eine rasche Wiedereröffnung - auch wenn 80 Prozent die Notwendigkeit der Betriebsschließungen verstanden hätten, wie es hieß.

Zwei Drittel mit gedämpften Besuchsabsichten

Ebenfalls 80 Prozent der Befragten wollen die Branche unterstützen und wieder in die Wiener Lokale, Cafés und Restaurants kommen. Jedoch befürchten fast genauso viel, dass zahlreiche Betriebe den Shutdown nicht überleben werden. Und 66 Prozent bekundeten gedämpfte Besuchsabsichten. Sie wollen bestenfalls "mehrmals pro Monat" eine Lokal besuchen. Fast 75 Prozent, so versichert die Kammer, hätten immerhin Verständnis für notwendige Preiserhöhungen.

Die - vorerst noch potenziellen - Gäste wünschen sich laut der Umfrage auch mehr Regionalität oder einen Ausbau von Liefer- und Abholservices. Die Aufhebung des Rauchverbots wird hingegen mehrheitlich nicht gewünscht.

Gastronomie mit Forderungen

Die Umfrage wurde von Peter Dobcak, dem Obmann der Fachgruppe Gastronomie, und Wolfgang Binder, dem Obmann der Fachgruppe Kaffeehäuser, in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse seien erfreulich würden aber auch notwendige weitere Maßnahmen aufzeigen, hieß es. So wäre etwa eine Senkung der Lohnnebenkosten ein wichtiges Signal, wurde betont.

Zugleich solle die Absetzbarkeit von Geschäftsessen wieder eingeführt werden und ein 500-Euro-Absetzbetrag für Gastro-Konsumationen von Privatpersonen kommen. Auch die Förderung von Künstlern durch die Schaffung von abgabenfreien Live-Auftrittsmöglichkeiten wird vorgeschlagen.

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(APA/red)

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