Wiener Fitnessstudios fordern Öffnung nach Weihnachten

Wiener Fitnessstudios wollen spätestens im Jänner öffnen.
Wiener Fitnessstudios wollen spätestens im Jänner öffnen. ©APA/GEORG HOCHMUTH
Aktuell sind die Wiener Fitnessstudios noch geschlossen. Wenn es nach der Branchenvertretung geht, soll jedoch nach Weihnachten wieder eifrig trainiert werden.

Noch sorgen die Corona-Einschränkungen für verwaiste Gerätschaften, aber schon bald soll in den Wiener Fitnessstudios wieder eifrig trainiert werden dürfen. Das fordert jedenfalls die Branchenvertretung. Gewünscht wird eine Öffnungserlaubnis nach Weihnachten. Dies soll den Kunden helfen, neu erworbene Kilos wieder loszuwerden, wie betont wird. Geholfen sei aber auch den Betrieben. Denn die meisten Einschreibungen werden üblicherweise Anfang des Jahres getätigt.

Betreiber hoffen auf Öffnung spätestens im Jänner

"Fitnessbetriebe sind für die Bevölkerung Wiens eine sehr wichtige Anlaufstelle, um wieder in Bewegung zu kommen. Der Erhalt der physischen, aber auch der psychischen Gesundheit steht im Vordergrund", betonte Gerti Schmidt, die Obfrau der Fachgruppe Freizeit- und Sportbetriebe, in einer Stellungnahme. Gemeinsam mit dem Branchensprecher der Fitnessbetriebe, Martin Becker, hofft sie, dass spätestens im Jänner die Öffnung der Betriebe ermöglicht wird.

Man versichert, dass von Fitnessstudios eher wenig Gefahr ausgeht. Sowohl die Erfahrung der vergangenen Monate als auch internationale Studien würden belegen, dass es in Fitnessbetrieben so gut wie nie zu einem Cluster gekommen sei. "Ein großer Teil unserer Betriebe war durch deren IT-Ausstattung für ein lückenloses Contact-Tracing bereits vor Covid-19 bestens gerüstet. Durch gerätegestütztes Einzeltraining und Abstandsregeln bei Gruppeneinheiten gab es nachweislich zwischen den beiden Lockdowns keine Clusterbildungen in den Fitnessbetrieben", beteuerte Becker. Auch eine europaweite Studie würde dies untermauern.

Hygiene in Fitnessclubs schon längst "gelebte Praxis"

Davon abgesehen sei Hygiene nicht erst seit Corona in den Fitnessclubs ein Thema, sondern schon längst "gelebte Praxis". Außerdem habe man sich an das vorgeschriebene Präventionskonzept gehalten. "Es gibt keine Branche, die so genau die Eintritte misst, wie es die Fitnessbetriebe machen", erläuterte der Branchenvertreter. Das hinge auch damit zusammen, dass man auf eine "qualitative Atmosphäre" Wert lege und Massenandrang vermeiden wolle. Man wolle auch, sobald es möglich sei, das Personal laufend Corona-Schnelltests unterziehen.

Der regelmäßige Gang ins Fitnessstudio helfe dabei, die Abwehrkräfte zu stärken, warb Becker für Bewegung: "Besonders empfehlenswert ist richtig dosiertes Training, denn das stärkt zudem das Herz und die Gefäße. Gerade im Winter ist ein gestärktes Immunsystem wichtig, damit der Körper Viren, Bakterien und andere Krankheitserreger erfolgreich abwehren kann." Mehrere Wochen ohne Training würde hingegen zum Abbau "lebensnotwendiger Muskel- und Knochenstrukturen" führen.

Im Jänner werden meist Jahresverträge abgeschlossen

In der Bundeshauptstadt bieten aktuell 215 gewerbliche Fitnessbetriebe ihre Dienste an. 210.000 Mitglieder sind aktuell eingeschrieben - wobei es nach dem Lockdown rund ein Viertel weniger sein werden, befürchtet man. Die Öffnung im Jänner sei auch wichtig, weil da üblicherweise die Jahresverträge für die Fitnessstudios abgeschlossen werden, wie betont wurde.

Auch eine "Fitness-Demonstration" soll morgen, Samstag, auf die Problematik aufmerksam machen. Die Kundgebung findet in den Mittagsstunden bei der Messe Wien statt - mit allen Corona-Sicherheitsvorkehrungen, wie Initiator Gerhard Laister, der Eigentümer der Fitness-Firma Bodydays, versprach. "Fitnesscenter geschlossen halten kostet mehr als es Leben rettet", wird in der Ankündigung versichert.

(APA/Red)

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