Wiener Autofahrer entdecken die Öffis für sich: Vermehrte Nutzung

Wiens Autofahrer sind nicht mehr so fixiert auf den Pkw wie noch vor drei Jahren
Wiens Autofahrer sind nicht mehr so fixiert auf den Pkw wie noch vor drei Jahren ©BilderBox.com (Sujet)
Insgesamt 38 Prozent der Wiener Autofahrer fahren häufiger mit öffentlichen Verkehrsmitteln als noch vor drei Jahren, wie eine aktuelle Umfrage ergab. Landesweit nutzen 16 Prozent öfters Bus, Straßenbahn und U-Bahn. Zuwächse gibt es auch bei Rad und Zug.
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Diese Zahlen sind das Ergebnis einer Umfrage der VAV-Versicherung unter 1.000 Österreichern ab 14 Jahren. Auch Fahrrad (plus 13 Prozent) und Zug (plus acht Prozent) würden häufiger verwendet als 2011.

Autofahrer-Image ist nicht das beste

Gleichzeitig antworteten 65 Prozent auf die Frage, ob sie ein oder mehrere Verkehrsmittel jetzt häufiger verwenden als vor drei Jahren, mit “Nein”, in Niederösterreich und Burgenland sind es sogar 73 Prozent.

Das “VAV-Mobiltätsbarometer”, das am Mittwoch veröffentlicht wurde, zeige ein Stadt-Land-Gefälle, so die Versicherung. Das Image der Autofahrer leide vor allem in den Städten und die sichtbaren Kosten würden sich als wesentliche Faktoren der Nutzung erweisen. Auch sei das gefühlte Unfallrisiko gestiegen.

Radfahrer als größte Gefahr gesehen

Die größten Gefahren würden von “zu hohen Geschwindigkeiten” (76 Prozent) und “schlechten Sichtverhältnissen” (48 Prozent) ausgehen. In Wien sehen 58 Prozent der Autofahrer die Radfahrer als größte Gefahr. VAV schließt daraus, dass sich in Wien die Autofahrer zurückgedrängt fühlen. Der Versicherung zufolge gebe es Anzeichen für eine Polarisierung unter den Verkehrsteilnehmern.

Dafür ist das Auto “unverzichtbar”

Für 33 Prozent jener 694 Befragten, die angaben, mit dem Auto zu fahren, ist dieses “unverzichtbar für den Weg zur und von der Arbeitsstelle” – in Wien sind 23 Prozent dieser Meinung, in Tirol und Vorarlberg hingegen 43 Prozent. Für zwölf Prozent ist das Auto “ein reines Privatvergnügen”.

15 Prozent wollen das eigene Auto in Zukunft öfters stehen lassen, in Städten mit mehr als 50.000 Einwohner sogar 26 Prozent.

Bauern verweigern, Auto stehenzulassen

Landwirte hingegen lehnen der Umfrage zufolge geschlossen ab, die Auto-Nutzung künftig einzuschränken. In Wien gehen 36 Prozent davon aus, dass das Kfz in den kommenden Jahren an Stellenwert verliert.

Diese Kosten verursacht der Pkw

Die Tankkosten sind für 64 Prozent der Umfrage-Teilnehmer entscheidend für die Verwendung des Autos. Darauf folgen Anschaffungskosten (62 Prozent), Versicherungsprämie (46 Prozent), Reparatur- und Servicekosten (43 Prozent), Steuern und Abgaben (38 Prozent), Parkgebühren (16 Prozent), Maut (elf Prozent).

Für zehn Prozent sind die Kosten irrelevant. Bei der Wahl der Versicherung ist der Hälfte eine günstige Prämie am wichtigsten.

(apa/red)

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