Wiener Aktienmarkt vorbörslich schwächer erwartet

Wiener Aktienmarkt vorbörslich etwas schwächer erwartet
Wiener Aktienmarkt vorbörslich etwas schwächer erwartet ©APA
Heimische Aktienhändler erwarten die Eröffnung an der Wiener Börse am Donnerstag angesichts schwacher Vorgaben aus den USA mit knapp behaupteter Tendenz. Zu Handelsbeginn dürfte der ATX nach Händlerschätzungen rund zwei Punkte unter dem Schluss-Stand vom Mittwoch (2.483,46) liegen.

Im weiteren Tagesverlauf sehen Marktteilnehmer den ATX in einer Bandbreite zwischen 2.460 und 2.495 Einheiten. Der APA-Konsensus, die ATX-Prognose wichtiger Banken, geht von einem ATX-Schluss bei 2.470 Punkten aus.

Vor allem Unternehmenszahlen dürften heute in das Blickfeld der Anleger rücken. Mit Spannung wurden vor allem die Zahlen der Raiffeisen Bank International (RBI) erwartet. Die RBI weist für 2013 einen Jahresüberschuss von 557 Mio. Euro aus, das ist ein Rückgang um 23,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Gewinn je Aktie ging von 2,72 auf 1,83 Euro zurück.

Weniger Dividende

Damit gibt es auch für die Aktionäre weniger Dividende: Der Hauptversammlung wird eine Dividende von 1,02 Euro je Aktie vorgeschlagen. Im Jahr davor waren es 1,17 Euro je Aktie gewesen. Im Jahr davor hatten hohe Sondereffekte die Bilanz geprägt. In der Jahrespressekonferenz am Vormittag dürften die aktuellen Geschäfte in Russland und in der Ukraine im Fokus stehen, die für einen Großteil des Überschusses verantwortlich sind.

Der Kunststoffkonzern Semperit hat hingegen das beste Jahresergebnis in der Firmengeschichte gemeldet. Für die Aktionäre gibt es auch mehr Dividende: Geplant ist, die Basisdividende für 2013 von 80 auf 90 Cent zu erhöhen, außerdem gibt es einen einmaligen Jubiläumsbonus von 30 Cent je Aktie. Der Umsatz stieg nach Firmenangaben 2013 trotz schwacher Konjunktur um 9,4 Prozent auf 906,3 Mio. Euro, das Ergebnis nach Steuern (Periodenüberschuss) legte um 18,8 Prozent auf 54,9 Mio. Euro zu. s Immo konnte seinen Gewinn ebenfalls steigern. Der Immokonzern hat 2013 27,3 Mio. Euro netto verdient. Im Vorjahr lag der Überschuss noch bei 24,3 Mio. Euro.

Telekom Austria in Wien Spitzenreiter

Am Mittwoch hatte der ATX 1,24 Prozent fester bei 2.483,46 Punkten geschlossen. Bereits im Frühhandel lieferte ein starkes Konsumklima in Deutschland einen positiven Handelsimpuls. Im Verlauf lieferten erfreuliche US-Konjunkturnachrichten zusätzliche Unterstützung nach Europa und die Kurszuwächse wurden ausgeweitet. Die US-Industrie hat im Februar überraschend viele Aufträge an Land gezogen.

Zum heimischen Markt lag nur eine sehr dünne Meldungslage vor. Spitzenreiter in Wien waren die Titel der Telekom Austria (TA) mit einem Kurszuwachs von 4,60 Prozent auf 7,30 Euro. Hier laufen aktuell Verhandlungen um ein Syndikat zwischen der ÖIAG mit dem zweiten Telekom-Großaktionär America Movil. ÖIAG-Chef Rudolf Kemler bezeichnete den Konzern des mexikanischen Milliardär Carlos als den “perfekten strategischen Partner” für die TA.

Die größten Kursgewinner im prime market am Mittwoch

  • Telekom Austria +4,60% 7,30 Euro
  • Post +3,26% 36,40 Euro
  • Verbund +3,13% 14,85 Euro

Die größten Kursverlierer im prime market am Mittwoch:

  • Century Casinos -6,13% 5,30 Euro
  • Conwert -2,52% 9,88 Euro
  • Valneva -2,06% 6,66 Euro

(APA)

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