Wiener AKH mit Dekontaminations-Zelt

Das Wiener AKH ist ab sofort im Besitz eines Dekontaminationszeltes und dazugehöriger Gerätschaften. Der Dekontaminationsplatz liegt im Außenbereich des Krankenhauses mit den Universitätskliniken zwischen Eingangsgebäude und dem Flachbau mit Ambulanzbereichen und ist im Bedarfsfall sofort einsatzbereit.

In einer Übung probte die Feuerwehr probte kurz vor der EURO 2008 das rasche Aufbauen des Zeltes, damit bei einem Schadensereignis, bei dem z. B. toxische Substanzen freigesetzt werden, die gründliche Spülung der Haut kontaminierter Patienten sofort erfolgen kann. Im Rahmen einer kürzlich erfolgten Einschulung wurden für den Notfall der technische Aufbau und die Verkehrsleitung ebenso geübt wie das Arbeiten im Team der verschiedenen Berufsgruppen, hieß es am Montag in einer Aussendung der Rathauskorrespondenz.

Giora Meron, beauftragt mit dem Management von Großschadensereignissen, berichtete von einer erfolgreichen und harmonischen Übung, an der ungefähr 100 Personen teilnahmen. Gemeinsam mit dem Bundesheer und der Feuerwehr probte das Team unter anderem das richtige Anlegen der persönlichen Schutzausrüstung, den Einsatz der Gerätschaften, die Strom- und Wasserversorgung, die Desinfektion sowie sicherheitsrelevante Aktivitäten. Die neu erworbenen Materialien entsprechen laut Meron den Erwartungen.

Der Umgang mit von einem solchen Unglücksfall Betroffenen konnte dank des Bundesheeres sehr realistisch dargestellt werden. Vom Messen eventueller Strahlung, dem Entfernen kontaminierter Kleidung bis hin zur Dusche und Reinigung der Patienten mit warmem Wasser und Flüssigseife konnten alle Arbeitsschritte in dieser ungewöhnlichen Situation geübt werden. Das Dekontaminationszelt, drei Kammern mit insgesamt acht Duschen und zwei Auffangbecken für Schadstoffe, ist damit ab sofort vollständig einsetzbar.

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