Wien-Werbung in London: Tanzen am Trafalgar Square in luftiger Höhe

In London wurde für Wien die Werbetrommel gerührt.
In London wurde für Wien die Werbetrommel gerührt. ©Getty Images / Dan Kitwood
In London waren alle Blicke auf Wien gerichtet: Auf einer 21 Meter hohen Wand am Londoner Trafalgar Square konnte man Akrobaten beim Walzer tanzen beobachten.

Die Botschaft war eindeutig: Wien kann klassisch und modern zugleich sein und hat selbst für ausgefallene Geschmäcker viel zu bieten.

Faszinierende Wien-Werbung in London

Wer in London auffallen will, muss sich etwas einfallen lassen. Doch selbst im Getümmel der Themse-Metropole waren die Blicke diesmal stark auf Wien gerichtet: Genauer gesagt, auf eine 21 Meter hohe und 10 Meter breite Wand direkt am zentralen Trafalgar Square, die im Rahmen der neuesten Marketingaktion des WienTourismus Wien in ungewöhnlicher Perspektive präsentierte.

Acht sogenannte Vertikal-AkrobatInnen lieferten unter dem Motto “Vertical Vienna – Vienna from a different angle” am 25. und 26. Oktober, senkrecht an einem Seil gesichert, eine musikunterstützte Performance, die Wien künstlerisch in Szene setzte. Vier Mal täglich zwischen 13:00 und 20:30 Uhr zeigten sie in einer akrobatischen Choreographie Wien im Wandel der Zeit.

3000 Menschen beobachteten Wien in London

So waren Kaiser Franz und seine Sissi, flankiert von ihrer Leibwache und unterlegt mit Marschmusik, ebenso zu sehen wie eine Interpretation von Gustav Klimts “Der Kuss”, eine Kaffeehausszene, der Opernball und das aktuelle Wiener Nachtleben – alles auf senkrechter Ebene. Mehr als 3.000 Menschen versammelten sich staunend pro Show. Durch einen Facebook-Fotowettbewerb war die Begeisterung des Publikums nicht nur vor Ort, sondern ebenso über die Social Media zu spüren. Auch die BBC war mit Radio und seiner von einem Millionenpublikum verfolgten TV-Show “Strictly Come Dancing”, dem britischen Pendant von “Dancing Stars”, vor Ort und multiplizierte damit den Werbeeffekt – wie auch Berichte in den Tageszeitungen.

Nervenkitzel für die Passanten

Wer wagemutig genug war, die direkt vor der Nelson-Säule freistehende Gerüstkonstruktion auch selber hinunterzulaufen, hatte zwischen den Auftritten der AkrobatInnen beim “Vienna Running” Gelegenheit dazu. Es brauchte eine große Portion Mut, in Schwindel erregender Höhe an die Kante des Gerüstes zu treten, über sie zu kippen und dann mit dem Gesicht nach unten senkrecht in die Tiefe zu laufen.

Der Wiener DJ Def Mike untermalte den Nervenkitzel musikalisch. “Wien – jetzt oder nie” dachten sich dabei wohl Viele, während sie zu den ersten Schritten nach unten ansetzten und (sobald sie die 21 Meter hinter sich gebracht hatten) auf eine Belohnung für ihren Mut hoffen durften. Die ZuschauerInnen am Boden wurden durch Flyer mit Wien-Reiseangeboten einmal mehr daran erinnert: Wenn man möchte, kann man Wien auch gemütlicher haben.

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