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Wien-Wahl: Wahlbeteiligung stark auf 65 Prozent zurückgegangen

Die Wahlbeteiligung ging um fast 10 Prozentpunkte zurück.
Die Wahlbeteiligung ging um fast 10 Prozentpunkte zurück. ©APA
Die Wahlbeteiligung ging bei der Wiener Gemeinderatswahl 2020 um 9,5 Prozentpunkte auf 65,3 Prozent zurück. Die angesichts der Corona-Pandemie sehr forcierte Briefwahl wurde im Rekordausmaß genützt. Aber die Beteiligung litt offenbar nicht so sehr unter der Corona-Angst, sondern vielmehr unter dem Vertrauensverlust der FPÖ in Folge der Ibiza-Affäre.

Dass vor allem die Enttäuschung vieler früherer FPÖ-Wähler die Wahlbeteiligung bei der Wien-Wahl schmälerte, zeigt die Wählerstromanalyse von SORA/ORF: Demnach blieben mehr als 100.000 FPÖ-Wähler diesmal zu Hause. Und die Zahl der insgesamt abgegebenen Stimmen ist gegenüber 2015 um 114.921 gesunken.

Rekord bei Briefwahl bei der Wien-Wahl 2020

Abgegeben wurden für die Gemeinderatswahl 739.485 Stimmen - und 321.056 davon per Wahlkarte. Das ist absoluter Rekord in der Geschichte der 2007 eingeführten Briefwahl. Bei der Wien-Wahl 2015 kamen knapp unter 20 Prozent der Stimmen am Postweg bzw. wurden (das ist nur in Wien möglich) gleich bei Abholung der Wahlkarte am Bezirksamt abgegeben. Bei der Nationalratswahl 2019 gab es österreichweit ebenfalls knapp unter 20 Prozent Briefwähler.

Der riesige Anteil an Briefwählern führte dazu, dass man in Wien diesmal bis zur Nacht auf Mittwoch, warten musste, um das endgültige Ergebnis der Wahl zu erfahren - mussten doch 23 Bezirkswahlbehörden mehr als 320.000 Wahlkarten für die Gemeinderats- und 340.000 für die Bezirksvertretungswahlen auswerten.

Änderungen durch Briefwahlstimmung beim Wahlergebnis

Die vielen Wahlkartenstimmen änderten die Gemeinderats-Stimmenanteile auch noch deutlich - und zwar im alten Muster: ÖVP und vor allem Grüne legten sehr stark zu durch die Wahlkarten, die NEOS wuchsen auch noch leicht, die SPÖ (zuletzt eigentlich Briefwahl-Profiteurin) verlor ein wenig und die Wahlverlierer FPÖ und HC standen im kompletten Ergebnis noch viel schlechter da als bei den Urnenwählern.

Mit letztlich 65,27 Prozent landete die Wiener Wahlbeteiligung (Gemeinderat) wieder da, wo sie vor rund 30 Jahren lag - hielt sich aber noch ziemlich gut über dem historischen Tiefststand von 60,81 Prozent (2005). Bei den vorigen beiden Wahlen gab es bemerkenswert hohe Zuwächse von jeweils sieben Prozentpunkte. Mit 2015 dann 74,7 Prozent war die Beteiligung in Wien hoch wie zuletzt vor 40 Jahren. Vor fünf Jahren hatte die Flüchtlingskrise eine starke Polarisierung und damit auch Mobilisierung der Wähler bewirkt.

Das zeigte sich auch in Oberösterreich, wo die ohnehin Top-Beteiligung noch anwuchs, auf 81,63 Prozent. Das ist immer noch der aktuelle Rekordwert. Immer noch über 70 Prozent - 74,94 Prozent - hielt sich die Beteiligung im Jänner im Burgenland. In allen anderen Bundesländern nahmen, so wie jetzt in Wien, an den vorigen Landtagswahlen keine 70 Prozent mehr teil. Schlusslicht ist Tirol mit genau 60,00 Prozent.

(APA/Red)

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