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Wien-Wahl-Duell: Strache und Nepp verzichteten auf Freundlichkeiten

Am Freitag trafen Nepp und Strache aufeinander.
Am Freitag trafen Nepp und Strache aufeinander. ©ORF
Am Freitag trafen der Wiener FPÖ-Chef Nepp und sein Vorgänger Strache im TV-Duell aufeinander. Unter anderem wurden die Spesen thematisiert. Durchgehend wurde auf Nettigkeiten verzichtet.

Am Freitag ist es zum ersten direkten Aufeinandertreffen des Wiener FPÖ-Chefs Dominik Nepp mit seinem Vorgänger Heinz-Christian Strache in einem TV-Streitgespräch gekommen. Bei der Konfrontation im Rahmen der ORF-III-Duelle waren die beiden Proponenten zwar per du - verzichteten ansonsten aber weitgehend auf Freundlichkeiten. Strache deutete sogar an, Nepp sei über falsche Spesenabrechnungen informiert worden.

Strache zu Nepp: "Auch du, mein Sohn Brutus"

"Die Anpatzungen und der Verrat gehen ja leider auch von dir aus", beklagte Strache, dem vorgeworfen wird, private Ausgaben als Parteispesen abgerechnet zu haben. Laut Strache hat ein ehemaliger Leibwächter angegeben, ohne sein Wissen derartige "Umwandlungen" getätigt und Nepp darüber unterrichtet zu haben. "Was hast du da für eine Rolle gespielt?", erkundigte sich der nunmehrige Obmann des Teams HC Strache: "Ich habe fast den Eindruck, du bist da involviert." Zusatz: "Auch du, mein Sohn Brutus."

Nepp versicherte umgehend, dass diese Darstellung "natürlich nicht" den Tatsachen entspreche. "Das ist vollkommener Blödsinn, vollkommen unglaubwürdig", unterstrich Nepp, der mutmaßte, dass Strache irgendwann noch behaupten werde, er, Nepp, sei in Ibiza dabei gewesen. Strache stelle sich stets als Opfer dar, dabei seien die wahren Opfer seine ehemaligen Mitarbeiter und auch die enttäuschen Wähler, befand der Wiener FPÖ-Chef.

Nepp konstatierte, dass Strache angesichts der zahlreichen Vorwürfe und Verfahren keine Zeit habe, sich mit Politik zu beschäftigen - während sich die FPÖ für die Wienerinnen und Wiener einsetze. Der Ex-Vizekanzler und früher FPÖ-Chef sah dies anders. Nepps Programm bestehe darin, gegen Strache zu sein.

Nepp: Straches Politik sei reine "Egoshow"

"Ihr habt hier wirklich eine Eiseskälte walten lassen in der Partei", beklagte Strache. Man sei nicht hinter ihm gestanden nach dem "politischen Attentat". Nepp wiederum zeigte sich zufrieden darüber, dass nicht mehr Mandatare - es waren vier - zu Straches Team übergelaufen sind. Straches Politik sei eine reine "Egoshow", dies hätten bereits viele erkannt.

Eine Wiedervereinigung der beiden Parteien schlossen beide aus. Und diese sei auch gar nicht nötig, befanden die Parteichefs, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen. Die freiheitlichen Wähler würden sich am 11. Oktober hinter der FPÖ verschanzen, zeigte sich deren Chef überzeugt. Strache wiederum prophezeite, dass Nepp am Wahlsonntag Geschichte sein werde.

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(APA/Red)

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