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Wien-Rudolfsheim-Fünfhaus: Böller trennt Jugendlichem Finger ab

Bereits vor Silvester kam es zu einem Unfall mit einem Böller.
Bereits vor Silvester kam es zu einem Unfall mit einem Böller. ©Arno Burgi/dpa-Zentralbild
Bereits vor Silvester kam es bereits zu einem Unfall mit einem Böller. In der Jheringgasse explodierte ein Böller noch in der Hand eines 16-Jährigen und trennte ihm zwei Finger der rechten Hand ab.

Am Donnerstag gegen 14 Uhr zündete ein 16-Jähriger in einem Innenhof in der Jheringgasse einen Böller an. Aus unbekannter Ursache explodierte dieser in der Hand des Jugendlichen und riss ihm zwei Finger der rechten Hand ab.

Beamte der Polizeiinspektion Storchengasse versorgten den Jugendlichen bis zum Eintreffen der Rettungskräfte die Wunde, schilderte Polizeisprecher Patrick Maierhofer. Der Schwerverletzte wurde ins Krankenhaus gebracht. Nach Auskunft des Spitals wurde der Bursche notoperiert, ob die Finger gerettet werden konnten, war Freitagmittag nicht bekannt.

Silvester: Polizei spricht Warnung aus

Die Polizei warnte kurz vor Silvester erneut vor einem sorglosen Umgang mit explosiven Gegenständen.

Alljährlich kommt es laut Polizei wegen der unsachgemäßen Verwendung von Pyrotechnik zu gefährlichen Situationen, Bränden, Sachbeschädigungen sowie schweren Verletzungen. Die Polizei appellierte daher an die Bevölkerung, auf Pyrotechnik zu verzichten.

Zudem sei Rücksichtnahme geboten – Leidtragende der laut explodierenden Raketen und Knaller seien nicht nur betagte Menschen oder Patienten in Krankenhäusern, sondern auch Tiere. Nachdem es im Wiener Tierschutzverein in Vösendorf (Bezirk Mödling) an der Grenze zu Wien im Vorjahr erhebliche Probleme durch das Zünden von Raketen gegeben hatte, wird es heuer in Zusammenarbeit mit der LPD Niederösterreich verstärkte Polizeistreifen geben, hieß es.

Ortsgebiet: Zünden von Pyrotechnik ab Kategorie F2 verboten

Die Polizei betonte, dass das Zünden von Pyrotechnik ab Kategorie F2 (Blitzknallkörper, Schweizerkracher, Raketen, Knallfrösche, Sprungräder, u.a.) im Ortsgebiet verboten ist. In der Nähe von Tankstellen, Kirchen und Krankenhäusern gibt es etwa unterschiedliche absolute Verwendungsverbote. Es drohen empfindliche Strafen, bereits das bloße Mitführen von Pyrotechnik werde von der Exekutive dort als versuchte Verwaltungsübertretung geahndet.

(Red)

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