Wien möchte Standort für internationale Impf-Institution werden

Die 1990er-Jahre brachten das Internationalen Impfstoffinstitut hervor.
Die 1990er-Jahre brachten das Internationalen Impfstoffinstitut hervor. ©APA/GEORG HOCHMUTH (Symbolbild)
Wien gibt eine Bewerbung um das Europabüro des in Südkorea ansässigen Internationalen Impfstoffinsituts (International Vaccine Insitute, IVI) ab. Das haben Wissenschaftsminister Heinz Faßmann (ÖVP) und Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) erklärt.

Mit dem Standortangebot ist man laut Ministerratsvortrag in Konkurrenz zu Deutschland, Schweden und Frankreich. Die Entscheidung soll bis Jahresende fallen.

Kosten für Ansiedelung von Impf-Institution in Wien

Im Falle einer erfolgreichen Bewerbung wären die beiden Ministerien bereit, im kommenden Finanzrahmen ab 2023 bis 2028 jährlich zwei Millionen Euro gemeinsam als erhöhten Mitgliedsbeitrag vorzusehen. Zusätzlich will Faßmanns Ressort eine Forschungsförderung von einmalig bis zu fünf Mio. Euro zur Verfügung stellen. Die Ansiedlungskosten sollen sich die Stadt Wien und das Außenamt teilen. "Ich denke, das ist ein attraktives Angebot", sagte der Wissenschaftsminister.

Internationales Impfstoffinsitut 1997 ins Leben gerufen

Das IVI wurde 1997 gegründet, die Initiative ging vom Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) aus. Ziel der gemeinnützigen internationalen Institution ist die Erforschung, Entwicklung und Bereitstellung sicherer, wirksamer und erschwinglicher Impfstoffe, insbesondere auch für die Dritte Welt. Finanziert wird es durch Mitgliedsbeiträge, aber auch durch Stiftungen wie jener von Bill und Melinda Gates. Die Eröffnung eines Büros in Wien würde aus Sicht der Bundesregierung den Amtssitz Wien stärken. Auch Kooperationsmöglichkeiten für Forschungseinrichtungen, Nichtregierungsorganisationen und Biotech- und Pharmaunternehmen werden erwartet, ebenso wie die Gelegenheit, globale Gesundheitsagenden mitzugestalten.

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(APA/Red)

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