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Wien: Jugendbanden attackierten Polizisten in Alterlaa

Als die Verstärkung eintraf, ergriffen die Jugendlichen die Flucht.
Als die Verstärkung eintraf, ergriffen die Jugendlichen die Flucht. ©APA/BARBARA GINDL
Zwei wohl unabhängige Jugendbanden gerieten am Mittwoch in Alterlaa aneinander. Als gegen 22 Uhr Streifenpolizisten eintrafen, attackierten die Jugendlichen die Beamten mit Schlägen und Tritten.

Zwei Dutzend junge Männer hatten sich Mittwochabend beim Wohnpark Alterlaa offenbar prügeln wollen. Als zwei Streifenwagen vorfuhren, verbündeten sie sich aber umgehend, und einige gingen auf die Polizisten los. Ein Beamter wurde derart verletzt, dass er vom Dienst abtreten musste, ein zweiter trug leichtere Verletzungen davon.

Anrainer und der Sicherheitsdienst aus einem Wohnblock einer der größten Wohnhausanlagen Österreichs im Bezirk Liesing schätzten die Vorgänge auf einer Freifläche in der Wohnparkstraße offensichtlich als bedrohlich ein: Die Polizei registrierte gegen 22.00 Uhr mehrere entsprechende Anrufe. Den Hinweisgebern zufolge handelte es sich um tschetschenisch- und afghanischstämmige Jugendliche und junge Erwachsene, die im Begriff waren, aufeinander loszugehen.

Fünf Polizisten konnten die Jugendlichen nicht bändigen

Zunächst fuhren zwei Einsatzautos mit vier Polizisten und einem Polizeischüler vor, berichtete Polizeisprecher Paul Eidenberger der APA am Donnerstag. "Die ersteintreffende Streifenbesatzung konfrontierte die Gruppen, die sich sogleich gegen die einschreitende Polizei verbündeten und zunächst die Amtshandlung behinderten." Ein Jugendlicher schlüpfte dann in die Rolle eines Rädelsführers und habe die anderen aufgestachelt, die Beamten tätlich anzugreifen.

"Sie umkreisten die Polizisten und rissen an den Uniformen. Ein Jugendlicher sprang laut Einsatzbericht mit gestrecktem Bein in die Seite eines Beamten und versetzte ihm einen Faustschlag in das Gesicht", schilderte Eidenberger. Er musste später vom Dienst abtreten. Ein zweiter Beamter wurde ebenfalls mit einem Tritt und Faustschlägen attackiert und verletzt. Andere Jugendliche hätten die Festnahme der Angreifer aktiv verhindert.

Erst Pfefferspray vertrieb die Jugendlichen

Die Polizisten setzten Pfefferspray ein, worauf sich die Gruppe langsam zerstreute. Bis die Verstärkung eintraf - schlussendlich fuhren weitere zehn Streifenwagen vor -, hatte sich die Lage beruhigt. Es wurden einige Verwaltungsanzeigen wegen aggressiven Verhaltens gelegt. Die vier unmittelbaren Angreifer waren aber bereits geflüchtet. Sie werden wegen Körperverletzung bzw. versuchter Körperverletzung gesucht.

(APA/red)

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