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Wien-Hietzing: Neues Ambulatorium für Kinder- und Jugendpsychiatrie eröffnet

In Wien-Hietzing wurde ein neues Ambulatorium für Kinder- und Jugendpsychiatrie eröffnet.
In Wien-Hietzing wurde ein neues Ambulatorium für Kinder- und Jugendpsychiatrie eröffnet. ©APA/HELMUT FOHRINGER
Am Montag wurde ein neues Ambulatorium für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Wien-Hietzing eröffnet. Damit soll sich die Versorgungslage etwas entspannen.

Erst im Jänner hat der Stadtrechnungshof die Versorgungslage in der Wiener Kinder- und Jugendpsychiatrie kritisiert. Mit dem am Montag eröffneten Ambulatorium am Gelände des Krankenhauses Hietzing soll sich die Lage etwas entspannen. Mindestens 800 Kinder und Jugendliche sollen dort bis Ende 2021 versorgt werden. Das Besondere: An die Einrichtung sind erstmals auch Wohnplätze angeschlossen.

Stadt Wien bemühe sich, Ausbau voranzutreiben

"In der Kinder- und Jugendpsychiatrie existieren Mängel. Daran gibt es nichts schönzureden", räumte Ewald Lochner, Wiens Koordinator für Psychiatrie, Sucht- und Drogenfragen, in einer Pressekonferenz ein. Die Stadt bemühe sich aber, den Ausbau sukzessive voranzutreiben. Mit dem Standort im Pavillon 14 des KH Hietzing gibt es neben der bestehenden Einrichtung in der Kölblgasse im Bezirk Landstraße nun ein zweites Ambulatorium für Kinder- und Jugendpsychiatrie. Mittelfristig soll es sechs solche Versorgungsstellen geben, wobei Lochner heute keinen genauen Zeitplan nennen konnte.

Wien-Hietzing: 160 junge Menschen werden derzeit betreut

Am neuen Standort, der im Dezember seinen Betrieb aufgenommen hat, werden derzeit bereits 160 junge Menschen betreut. Ein 24 Personen umfassendes multiprofessionelles Team aus Psychiatern, Psychologinnen, Sozialarbeitern, Ergotherapeutinnen und diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegekräften kümmert sich um die Klientinnen und Klienten. Die Öffnungszeiten (Montag bis Donnerstag von 13.00 bis 20.00, Freitag von 8.00 bis 13.00 Uhr) seien so gestaltet worden, dass sie mit Schulbesuchen bzw. der Berufstätigkeit der Eltern bestmöglich vereinbar sind, hieß es. Ein Ersttermin soll spätestens binnen sieben Werktagen stattfinden, wurde versprochen.

Neben dem tagesklinischen Angebot setzt man in Hietzing auf einige Innovationen. So wird etwa "Home Treatment" angeboten: Mobile Teams kommen zu den Kindern und Jugendlichen nach Hause bzw. in ihre gewohnte Lebensumgebung, um sie zu betreuen. Außerdem gibt es in der Einrichtung auch Erwachsenenpsychiaterinnen und -psychiater. Sie sollen den Übergang in der Betreuung vom Jugend- ins Erwachsenenalters möglichst reibungslos garantieren.

Einrichtung erstmals auch mit Wohnplätzen ausgestattet

Auf einen ebenfalls neuen Ansatz ging Jugendstadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ) ein. Denn an das Ambulatorium direkt angeschlossen sind Wohnkleingruppen, die im Auftrag der Stadt von der Kinder- und Jugendhilfe - konkret von der gemeinnützigen Oasis Socialis GmbH - betreut werden. "70 Prozent aller Kontakte in der ambulanten Kinder- und Jugendpsychiatrie kommen aus diesem Bereich", sagte der Ressortchef. Durch die räumliche Nähe erhofft sich die Stadt kürzere Wege für die Betreuung und einen besseren Austausch des Personals. Derzeit gibt es eine Vierer-WG, im März soll eine weitere folgen. Die Kapazitäten können auf bis zu 16 Wohnplätze aufgestockt werden.

Dieses Konzept soll bis Ende 2021 einmal erprobt werden. Im Erfolgsfall wird der Ansatz auf die restlichen, noch ausständigen Ambulatorien ausgeweitet. Ende 2021 will die Stadt das Hietzinger Ambulatorium dann an einen zentrumsnäheren und damit besser angebundenen Standort übersiedeln. Man sei bereits auf der Suche nach entsprechenden Flächen. Die Entscheidung, für die nächsten zwei Jahre einmal in den 13. Bezirk zu gehen, sei deshalb gefallen, um schnell und unkompliziert in freistehenden Räumlichkeiten die Kapazitäten in der Kinder- und Jugendpsychiatrie ausbauen zu können, hieß es.

Bis 2030: Bettenanzahl soll erhöht werden

Lochner betonte bei der Gelegenheit, dass neben der ambulanten Behandlung auch der niedergelassene fachärztliche Bereich eine wichtige Rolle spiele. Hier gibt es derzeit sechs Fachärzte mit Kassenvertrag. Bedarf gebe es aber für 24 bis 30 Mediziner. Den stationären Bereich will die Stadt bis 2030 auf 120 Betten in Spitälern des Krankenanstaltenverbundes und 40 Betten im Allgemeinen Krankenhaus ausbauen.

Sozialminister Rudolf Anschober (Grüne) gibt sich in Sachen Abgeltung für den abgeschafften Pflegeregress gesprächsbereit. Er werde sich die Angelegenheit anschauen, noch eine Gesprächsrunde auf Beamtenebene abwarten und dann ein Gespräch mit dem derzeitigen Vorsitzenden der Landeshauptleutekonferenz, Oberösterreichs Landeschef Thomas Stelzer, führen, kündigte Anschober im Ö1-"Mittagsjournal" an.

(APA/Red)

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