Wien erhält von polnischer Regierung Chopin-Denkmal geschenkt

©Pressefoto Votava
3. Bezirk, 1030 Wien: Im Schweizergarten - zwischen Belvedere und "20er Haus" wird im November ein Denkmal zu Ehren des polnischen Komponisten Frederic Chopin aufgestellt.

Die polnische Regierung hat im Jubiläumsjahr das Kunstwerk finanziert und der Stadt geschenkt. Chopin habe schließlich seine ersten Konzerte außerhalb Polens in Wien gegeben, begründete Botschafter Jerzy Marganski bei der Präsentation der Pläne am Mittwoch das Engagement: “Deshalb konnten wir etwas Geld in der Staatskasse finden.”

Und so soll sich das massive Werk des Künstlers Krzysztof M. Bednarski im Schweizer Garten, zwischen Belvedere und “20er Haus”, finden. Aus der an einen Scherenschnitt gemahnenden Silhouette des Komponistenkopfes wird ein ebenso großer Vogel in den Himmel steigen. Auch sind in die 2,40 Meter hohe Figur Öffnungen eingelassen, die an Klaviertasten gemahnen und zugleich den fokussierten Ausblick in die Umgebung ermöglichen. Des Nachts wird das Werk mit dem Titel “La Note Bleue” blau beleuchtet.

Es gehe um den Moment der “kreativen Inspiration”, umriss Bednarski sein Konzept, mit dem er als Sieger aus einem Wettbewerb unter polnischen Bildhauern hervorgegangen war. Derzeit wird das Monument aus Bronzeplatten in einer römischen Gießerei hergestellt und soll Anfang November enthüllt werden.

Damit kehrt der Klaviervirtuose zumindest symbolisch wieder nach Wien zurück. Chopin hatte zwischen 1829 und 1831 insgesamt neun Monate in der Bundeshauptstadt verbracht. Nach dem Abschluss des Warschauer Konservatoriums führte ihn seine erste musikalische Auslandsreise in die Donaumetropole. Im Juli 1829 blieb er 21 Tage und feierte erste Erfolge mit seinen Konzerten.

Im November 1830 kehrte er zurück – diesesmal für acht Monate. Diese Zeit war allerdings überschattet vom aufflammenden polnischen Aufstand gegen das zaristische Russland, zumal sich Österreich in diesem Konflikt gegen die Aufständischen stellte und polnisches Kulturleben in der Hauptstadt eher unterband. So blieb Chopin in dieser Zeit der große Erfolg versagt, weshalb er schließlich nach Paris weiterzog.

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