Wiederkehr: "Schule muss das erste sein, was hochgefahren wird"

Christoph Wiederkehr nach der "Lagebesprechung" mit Peter Hacker.
Christoph Wiederkehr nach der "Lagebesprechung" mit Peter Hacker. ©APA/HERBERT PFARRHOFER
Der frisch gebackene Wiener Bildungsstadtrat Christoph Wiederkehr will die Schulen nach dem Lockdown zuerst wieder hochfahren. Das bedeutet nicht nur offene Türen, sondern auch normaler Unterricht.
Regierung arbeitet an Öffnungsplan

Wien pocht auf die Wiederaufnahme des Unterrichts an Schulen unmittelbar nach dem Ende des Lockdowns am 7. Dezember. "Die Schule muss das erste sein, was wieder hochgefahren wird", sagte der frisch gebackene Bildungsstadtrat Christoph Wiederkehr (NEOS) am Mittwoch in seiner ersten Pressekonferenz als Ressortchef. Unterstützt wurde er dabei von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ): "Es ist uns wichtig klarzumachen: Die Schule ist kein gefährlicher Ort."

"Lagebesprechung" mit Hacker

Wiederkehr und Hacker hatten am Vormittag zu einer "Lagebesprechung" zum Thema ins Rathaus geladen, bei der u.a. Mitglieder des städtischen Krisenstabs, der Bildungsdirektion sowie Schüler- und Elternvertreter anwesend waren. Ziel war es, eine Bestandsaufnahme der Situation und Anregungen für das weitere Vorgehen zu erhalten, wie Wiederkehr nach dem Treffen am Vormittag sagte.

Probleme gibt es derzeit offenbar vielfältige. Für Eltern sei es teils schwierig, Home Office und Home Schooling unter einen Hut zu bringen. Die wenigstens würden eben über Raumverhältnisse "in Villengröße" verfügen, meinte Hacker: "Oft spielt sich alles auf dem Küchentisch ab."

Schüler würden über Lerndefizite klagen. Insofern müsse die Schule "so schnell wie möglich" wieder hochgefahren, forderte Wiederkehr: "Offene Schule heißt ja nicht nur, dass die Tür offen ist, sondern dass dort Unterricht stattfindet."

Lehrer klagen über fehlende Schutzausrüstung

Hacker berichtete, dass Lehrer darüber klagten, dass offenbar die Versorgung mit Schutzausrüstung wie Masken durch das Bildungsministerium nicht allzu gut funktioniere. Er werde deshalb dem Ministerium anbieten, dass Wien hier die Lieferung übernehme: "Aber das muss der Bund entscheiden." Wiederkehr ergänzte, dass man überlege, wie Schulen weitere zusätzliche Räume anmieten könnten. Auch die Teststrategie an Schulen via Gurteltests soll weiter intensiviert werden.

Der neue Bildungsstadtrat unterstrich außerdem: "Es darf keinen dritten Lockdown für Schulen geben." Hacker freute sich, dass man in puncto Schulöffnungen in Corona-Zeiten in der neuen rot-pinken Koalition "vollkommen deckungsgleicher Meinung" sei. Insofern bedanke er sich bei Wiederkehr, dass dieser als erste Amtshandlung das heutige Treffen veranstaltet habe.

(APA/red)

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