Wiederaufbau von Welterbe in Timbuktu begonnen

In der malischen Wüstenstadt Timbuktu haben die Bewohner mit dem Wiederaufbau des von Islamisten zerstörten Weltkulturerbes begonnen. Nach Angaben der UNESCO legte der malische Kulturminister Bruno Maiga am Freitag den Grundstein für die Arbeiten an zwei Mausoleen. Sie sollen von örtlichen Maurern durchgeführt werden und rund einen Monat dauern.


Die Heiligtümer in Timbuktu wurden 2012 von radikalen Islamisten zerstört, die die Herrschaft über ganz Mali übernehmen wollten. Den Wiederaufbau finanzieren nun unter anderem Gelder der Weltkulturorganisation Unesco. Timbuktu liegt rund 700 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Bamako. Neben historischen Mausoleen gibt es dort auch drei große Moscheen und jahrhundertealte Friedhöfe.

Der Wiederaufbau des Weltkulturerbes in Timbuktu sei nicht nur für die malische Bevölkerung, sondern für die ganze Menschheit wichtig, kommentierte UNESCO-Generaldirektorin Irina Bokowa. Albert Gerard Koenders, Chef der UNO-Friedenstruppe Minusma, sagte, die weltbekannten Mausoleen stellten einen untrennbaren Teil der Identität der Stadt dar. Die Zivilbevölkerung zu schützen, bedeute auch, ihre Geschichte zu bewahren.

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