Wieder Stromausfall - 200 Haushalte in Ottakring ohne Strom

Stromausfall in Ottakring: 3000 Haushalte ohne Saft
Stromausfall in Ottakring: 3000 Haushalte ohne Saft ©Bilderbox
Die Stromausfälle in Wien wollen einfach kein Ende nehmen. Am Montagmorgen gab es einen weiteren 'kleinflähigen' Ausfall, diesmal in Ottakring.

Rund 2000 Haushalte waren die zwei Stunden von etwa 5 Uhr bis 7 Uhr morgens stromlos. Das berichtet der ORF Wien. Wien Energie Strom betont, dass die Häufung dieser Ausfälle – erst in der Vorwoche hatten mehrere die Menschen in der Josefstadt, in Mariahilf oder auch am Flughafen genervt – untypisch sei und vermutlich auf die Hitze zurückzuführen. Durch die extrem aufgeheizte Luft würden sich zum Beispiel Asphaltdecken verschieben und damit Leitungen beschädigen.

Beim Stromausfall in Ottakring war der Bereich Blindengasse/Lerchenfelder Straße betroffen. Rund 1500 Personen waren zu nur halb nachtschlafener Zeit ohne Strom und zur pünktlichen Weckung wohl auf volle Handyakkus angewiesen.

Erklärungen sind Mangelware

Eine genaue Ursache für die derzeit erhöhte Zahl der technischen Gebrechen gibt es laut Wien Energie-Sprecher Christian Ammer nicht, mögliche Erklärungen hingegen schon. So näherten sich die Spitzenwerte in diesem Sommer, die sonst rund 40 Prozent weniger als im Winter betragen, jenen der kalten Jahreszeit an. “Im Juni wurden 1.800 Megawatt gemessen, was nur noch einer Differenz von zehn Prozent zu den Winterwerten entspricht”, so Ammer. Dieser gestiegene Stromverbrauch, etwa durch Klimaanlagen bedingt, belaste wiederum die Kabel zusätzlich zu deren Umgebungshitze.

“Ein wissenschaftlicher Beweis für den Einfluss der Hitze liegt aber nicht vor”, betonte Ammer. Mögliche auslösende Faktoren wären es aber allemal. Die unterirdische Verkabelung in Wien, wo die Leitungen in ungefähr 1,5 Metern Tiefe liegen, würden grundsätzlich eine andere Art der Fehleranfälligkeit mit sich bringen, als dies bei Oberleitungen der Fall wäre.

In einer aktuellen Aussendung des Energieunternehmens wurde weiters darauf hingewiesen, dass im Sommer bis zu 80 Prozent aller Störungen durch Baustellenarbeiten verursacht werden. So könne es etwa bei Grabungstätige zu Kabelbeschädigungen kommen, die eine Unterbrechung der Stromversorgung zur Folge haben. Ammer wies noch einmal darauf hin, dass sich die Zahl die betroffenen Haushalte jeweils weniger als ein Prozent der 1,2 Mio. Wien Energie-Kunden betroffen hätten.

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