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Wiedener Kulturgeschichte: Topsy Küppers

&copy www.kueppers.at
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"Topsy" Küppers wird 75: Die gebürtige Deutsche leitete 25 Jahre lang die von ihr gegründete „Freie Bühne Wieden"

Die Kleinkunstbühne „Freie Bühne Wieden”, auf der sie mit ihren musikalisch-literarischen Programmen überzeugt gegen Frauenfeindlichkeit, Antisemitismus und Faschismus ankämpfte, war 25 Jahre lang ihr Lebensmittelpunkt. Ende 2000 hat Topsy Küppers die Leitung der Bühne abgegeben.

Am Donnerstag feiert die gebürtige Deutsche ihren 75. Geburtstag. „Ich werde in einem kleinen Haus am Attersee sitzen und Texte lernen”, sagte sie in einem Interview – denn im Herbst möchte sie mit ihrer musikalisch-literarischen Revue „Noch einmal mit Gefühl” auf Tournee gehen.

Topsy Küppers wurde am 17. August 1931 in Aachen in Deutschland geboren. Nach einer Schauspiel-, Tanz- und Gesangsausbildung waren Hamburg, Berlin und München erste Stationen ihrer Bühnenlaufbahn. In den fünfziger und sechziger Jahren wirkte sie in „typischen Schnulzenfilmen” (so Küppers) wie „Uns gefällt die Welt” oder „Die wilde Auguste” mit.

1962 verschlug es sie mit ihrem Mann, dem österreichischen Kabarettisten Georg Kreisler, nach Wien, für Küppers „die bedeutendste Kunststadt der Welt”. Die gemeinsame Tochter Sandra ist heute ebenfalls Schauspielerin. 1976 – wieder Single – gründete Küppers die „Freie Bühne Wieden” und schrieb mit zahlreichen Produktionen Wiener Kleinkunst-Geschichte, u.a. mit Kreislers Erfolgsstück „Heute Abend Lola Blau”, das über 1000 Vorstellungen erlebte und nach der Scheidung des Ehepaares Anlass eines erbitterten Urheberrechtsstreits wurde.

Nachdenkliches und Unterhaltsames boten sie und ihre Mitarbeiter unter anderem in den Programmen „Pardon? Wenn ich abweiche…”, „Gehackte Zores”, „Weit von wo”, „Amoureuses, Scandaleuses, Heiteres und so Weiteres” und „Oldies sind Goldies”. Schauspieler wie Erika Pluhar, Christiane Hörbiger, Gerhard Tötschinger, Ernst Stankovski, Werner Schneyder, Louise Martini und Ernst Grissemann gaben sich auf den Brettern der „Freien Bühne Wieden” ein Stelldichein.

Küppers hat eine Reihe von CDs und Büchern veröffentlicht. In ihrem Buch „Alle Träume führen nach Wien. Ein Tatsachenroman” erzählt sie das Leben von Vera Kalman. Vom Freud und Leid einer Theaterleiterin in Wien handelt „Lauter liebe Leute. Ein dicker Brief an mein Publikum” (1996). Eher unerfreulich gestaltete sich die Übergabe der Leitung ihres Theaters. Küppers hatte sich eine Frau als Nachfolgerin gewünscht. Der mit der Schauspielerin, Sängerin und Tänzerin Ricky May verhandelte Vertrag kam aber schließlich wegen Unstimmigkeiten nicht zu Stande, neuer Prinzipal wurde der Autor und Dramaturg Gerald Szyszkowitz.

Für ihre Verdienste wurde Topsy Küppers u.a. mit der Goldmedaille der Stadt Frankfurt, dem Goldenen Verdienstkreuz der Stadt Wien und dem Verdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. 1991 erhielt sie die Ehrenmedaille der Bundeshauptstadt Wien in Silber, 1992 den Berufstitel „Professor” und 1998 das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst.

Webtipp: http://www.kueppers.at/startseite.htm

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