Wettbewerbshüter ermitteln weiter gegen Rewe und andere Händler

Die Handelsriesen in Österreich sind im Visier der Wettbewerbsbehörde - wegen angeblicher Preisabsprachen.
Die Handelsriesen in Österreich sind im Visier der Wettbewerbsbehörde - wegen angeblicher Preisabsprachen. ©APA/Hochmuth
Nachdem beim Handelskonzern Rewe in Wiener Neudorf im Februar und März Hausdurchsuchungen stattgefunden hatten, wird jetzt von der Bundeswettbewerbsbehörde kräftig ermittelt.
Aggressive Stimmung
Fündig geworden

Dabei steht aber nicht nur der Handelsriese selbst im Fadenkreuz, sondern auch andere sowie verschiedene Zulieferer. Aus ermittlungstaktischen Gründen hält sich die BWB aber relativ bedeckt. “Es gab schon eine Reihe von anderen Schritten. Ich würde es nicht so sehen, dass sich das nur auf Rewe beschränkt., so BWB-Chef Theodor Thanner. 

Kein Demeti wegen ausgeweiteter Ermittlungen

Dass die BWB bereits Rewe-Lieferanten im Visier hat, wie dies das Branchenblatt “Key Account” Ende April berichtet hatte, dementierte Thanner nicht. “Der Fokus liegt auf von möglichen Preisabsprachen betroffenen Unternehmen”, sagte er. Generell gehe es “um Bereiche, wo es geschäftliche Abschlüsse gibt”.

Interessant auch die Frage, warum eigentlich viele Artikel in Deutschland um mehr als nur das eine Prozent Unterschied in der Mehrwertsteuer wert sind. Auch dieses ‘Körberlgeld’ ist im Visier der Wettbewerbshüter. Denn nicht nur die Arbeiterkammer hat dem heimischen Handel wiederholt vorgeworfen, Preiserhöhungen schneller auf die Endkunden überzuwälzen als die deutschen Einzelhändler. Zurückgeführt wird das auf die stärkere Konzentration in Österreich – drei Konzerne, Rewe, Spar und Hofer, dominieren hier den Markt. Eine vierte, Pfeiffer, wird mit ihrem Einstieg bei Zielpunkt ebenfalls bald mitmischen, was von Thanner sehr begrüßt wird.

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