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Wenn die Pasta genauso gut schmeckt wie das herrliche Lamm

Der Mann der gastronomischen Feldforschung, Schnapswissender, Journalist, Patron vom

Margaretner Schlossquadrat mit dem FastFoodLaden “Cuadro”, dem Wirtshaus “Silberwirt”, einem Steakhaus seinen Namens “Gergelys” ohne Doktor und Stefan, sowie dem feinen kleinen  “Hofstöckl”.
Jetzt hat er sein Wirtenglück vervollständigt mit einer Trattoria namens  bdquo;Margaretardquo; am Eck seiner lukullischen Landschaft erreicht. Viva Gergelys!
Der Mann seiner zeitgeistlichen Spürnase folgend ortete vielmehr ein Bedürfnis zurück zu jenen ganz einfachen, schlichten Genüssen, die seit Jahren alle mit Italoküche assoziieren: Pizza, Penne und Risotto abseits von Eitelkeitsbasteleien Marke Fabios, Espuma Seligkeit, und einer Küche der Meere mit Steinbutt, Branzino Co wild gefangen, versteht sich.

Seine Überzeugung: dass Wien keinen neuen Nobelitaliener, kein Ristorante mit MafiaCharme, aber auch keine schmallippige DesignerOsteria mehr braucht, sondern die gute alte Trattoria im “bürgerlichen” Format aber mit zeitgemäßer Ausstattung wie mit schönen alten ausgesuchten Boothölzer kombiniert mit farbenfrohem Terrazzo. Duft nach Pizza, Sehnsucht nach Meer und Co, so wirkt dieses Genusseck von Dr. Stefan Gergely auf den Gastrosophen, als er die Stiegen ins Lokal hinunter schritt und daran dachte, dass vor 10 Wochen ja alle über diese Adresse geschrieben, gejubelt und kritisiert haben. Jetzt sind wir nach einer Anlaufzeit da!
Aus der offenen HolzGasofen und der Herdküche: Tadellos, aber auch nicht mehr die vom italienischen Küchenchef “gewirbelte” hauchdünnknusprigen Teigräder (Pizza). Tipp: die San Daniele zu 9.20, mit feinwürzigen Daniele, Mozzarella vom Bullen sowie wild gestreuten Rucola! Bei Pasta ein Gericht aus der toskanischen Küche, die wilden Ravioli bdquo;Cinghialerdquo; ein mittelmäßig abgeschmecktes Ragout vom Schwein auf einer faden Schwammerlcreme, die in jeder Tellerlage einfach mehr Feingefühl benötigt, zu 10.80. Goldbrasse und alle anderen Meeresfreunde werden nur im Ganzen gegrillt. Bei meinem Besuch kam der Liebling als Branzino im Ganzen, gut so, aber er präsentierte sich sehr trocken und ein wenig tiefsalzig, sowie diese furchtbare scharfe Zitrone ließen keine Freude zu. Schade!

Mit einer süßen Trilogie aus Tiramisu, Torta della Nonna und Semifreddo ndash; Pfirsich für Zwei zu 9,80 verabschiedeten wir uns und finden, dass trotz all dieser kleinen Schwächen das neue Gastrokind des Doktors eine Berechtigung hat!
Noch als kurzes PS: Kleine feine Weinkarte, die auch mit großen Namen wie zum Beispiel den Burgunder Gott aus Friaul, Silvio Jermann vulgo bdquo;Dreamsrdquo; sowie ein Brunello 90 von Altesino zu fruchtigen 68. bestückt ist!

Osteria drsquo;atri
Schauflergasse 4
1010 Wien
Tel. 01/5354804
www.osteriadatri.at

Text: max von merlot, Fotos: Osteria datri

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