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Weniger Personen in Praxen: So ist die Corona-Situation für niedergelassene Ärzte

©VOL.AT/Mayer
Aufgrund der derzeitigen Situation gehen weniger Leute zum Arzt. Was das für die Früherkennung bedeutet und was Ärzte aus der Krise lernen können, verrät Dr. Burkhard Walla im VOL.AT-Gespräch.

"In der Zeit der letzten zwei Monate war das Gesundheitswesen komplett verändert", ist sich Dr. Burkhard Walla, Ärztekammer Vizepräsident und Kurienobmann der niedergelassenen Ärzte, sicher. Es habe auch viel weniger Patienten in den Praxen gegeben. Einerseits, weil sie aufgrund der Ausgangsbeschränkungen nur bei gravierenden Erkrankungen einen Arzt aufgesucht hätten.

Andererseits seien auch viele Routine- und Vorsorgeuntersuchungen abgesagt und nur dringende Behandlungen durchgeführt worden. "Da ist viel Medizin aus der Ferne erledigt worden", erklärt Walla. Etwa eine Beratung und Diagnose per Telefonat oder Videochat. "Wir wollten auch Corona aus den Praxen fern halten", so der Arzt für Innere Medizin in Dornbirn. Man habe verhindern wollen, dass sich Ärzte und Assistentinnen in Quarantäne begeben müssen. Hausbesuche hätten sich hingegen in Grenzen gehalten.

Durch Corona waren weniger Patienten in den Praxen. Bild: VOL.AT/Mayer

Corona und Früherkennung

Man könne nur spekulieren, ob die Früherkennung unter den rückläufigen Arztbesuchen durch Coronaängste in der Bevölkerung leide. Es sei jedoch auffallend gewesen, dass Herzinfarkt-Zahlen oder andere schwere Erkrankungen in der Statistik abgenommen hätten. Hier stelle sich die Frage, ob sie nicht stattgefunden hätten oder nur nicht aufgefallen seien. Die Früherkennung bei asymptomatischen Patienten fange jetzt wieder an, es habe allerdings weniger Vorsorgeuntersuchungen gegeben. Symptom-Patienten hätten größtenteils Ansprechpartner gefunden. Es sei nicht festzustellen, dass jemand nicht versorgt worden sei, der Versorgung benötigt hätte.

Aus der Krise lernen

Das Gesundheitssystem kann auch aus der Coronakrise lernen - etwa was die Handhabung von Rezepten angeht: "Dass man problemlos Rezepte elektronisch bestellen kann und dann in der Apotheke abholen", so Walla. Hier brauche es eventuell noch Verbesserungen in dem schnell auf die Beine gestellten System. "Da würde ich sehr hoffen, dass das bleibt und als Lernen daraus erfolgt", erklärt der Arzt. Auch bei anderen Teilen der elektronischen oder Telemedizin gebe es eine Chance. Hier brauche man Systeme, die sich entwickeln mit Sicherheit im Austausch. "Viele Menschen müssen sich dann vielleicht nicht mehr in ein Wartezimmer setzen, sondern können elektronisch über ihren Arzt irgendwie betreut werden", meint der Ärztekammer Vizepräsident. Zudem sei damit zu rechnen, dass Allgemeinmediziner künftig größtenteils auf Terminmedizin und Terminpraxen umstellen.

(Red.)

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