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Wenig Interesse an Corona-Demos in Wien

Bei der heutigen Demo in Wien waren kaum Teilnehmer dabei.
Bei der heutigen Demo in Wien waren kaum Teilnehmer dabei. ©APA/HERBERT NEUBAUER
Bei der heutigen Corona-Demo in der Wiener Innenstadt waren kaum Teilnehmer zugegen. Auf dem Maria-Theresien-Platz gab es eine überschaubare Anzahl an Demonstranten.

Auf geringes Interesse sind die Demonstrationen von Gegnern der Corona-Maßnahmen am Sonntag in Wien gestoßen. Eine Fahrzeug-Demo am Ring zog laut Polizei statt den angemeldeten 1.800 Fahrzeugen lediglich einen Reisebus und ein gutes Dutzend Pkw an und war am frühen Nachmittag auch schon wieder beendet. Auch am Maria-Theresien-Platz versammelte sich danach eine überschaubare Anzahl Demonstranten, die Lage war ruhig.

Corona-Demo als Faschingsumzug getarnt

Zu einer als "Faschingsumzug" getarnten Kundgebung um 14.00 Uhr am Maria-Theresien-Platz, die nicht bei der Polizei angemeldet war, kamen nach Angaben von Beobachtern etwa 100 Demonstranten. Teils waren sie kostümiert. Ab 15.00 Uhr war am selben Ort eine Standkundgebung "Pro Demokratiereform" angemeldet, dazu versammelten sich bei kaltem Nieselwetter auch nur ein paar Dutzend Personen. Die Polizei war vor Ort und forderte per Durchsagen auf, Maske zu tragen und zwei Meter Abstand zu halten. Nicht alle hielten sich daran. Die Einhaltung der Corona-Maßnahmen wurde kontrolliert, hieß es seitens der Polizei zur APA, Zahlen über etwaige Anzeigen sollten am Abend vorliegen.

Insgesamt kam es im Zuge der heutigen Versammlungen bislang zu 20 Anzeigen wegen der Nichteinhaltung des Mindestabstandes, 23 Anzeigen wegen der Nichtbeachtung der Maskenpflicht gemäß dem Covid-19-Maßnahmengesetz, sowie zu sieben Anzeigen und einem Organmandat wegen sonstigen verwaltungsrechtlichen Bestimmungen.

Demo in Bayern

Unterdessen berichtete die bayerische Polizei am Sonntag, dass es bei einer Kundgebung gegen Corona-Maßnahmen, vor allem die Grenzschließungen, am Samstag in Salzburg und - durch die Saalach getrennt - im benachbarten Freilassing auf der deutschen Seite drei Festnahmen gab. Zwei Personen wurden wegen Beleidigungsdelikten und eine Person wegen Zeigen eines Hitlergrußes vorläufig festgenommen bzw. angezeigt. Auf der deutschen Seite waren mit 1.500 Menschen "weit mehr, als vom Veranstalter angemeldet worden waren" gekommen, auf österreichischer Seite waren es hingegen mit 500 viel weniger als die 2.000 angekündigten Demonstranten.

Friedliche Proteste

Die Proteste verliefen in beiden Ländern weitgehend friedlich, wenn auch - trotz gegenteiliger Ankündigung der Veranstalter und Aufforderungen vor Ort - die Schutzmaßnahmen (Abstand und Maske) nicht von allen eingehalten wurden, wie die zuständigen Polizeisprecher berichteten. Diese Verstöße würden noch rechtlich geprüft, ansonsten wurde von mehreren Personen die Identität festgestellt und 31 Parkstrafen ausgestellt, hieß es aus Bayern.

(APA/red)

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