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"Welttournee": Wiener Wiesn könnte es bald auch im Ausland geben

Auch heuer wird der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig das Fest mit dem Bieranstich eröffnen.
Auch heuer wird der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig das Fest mit dem Bieranstich eröffnen. ©APA/HERBERT NEUBAUER
Bereits in einer Woche startet die "Wiener Wiesn". Künftig soll es die Wiener Wiesn bald auch im Ausland geben.

In einer Woche heißt es im Wiener Prater wieder: "Anzapft is'!" Dann startet nämlich das große Wiener Wiesn-Fest. Die Vorbereitungen auf der Kaiserwiese befinden sich im Finale, erzählte Wiesn-Geschäftsführer Christian Feldhofer der APA. Dabei verriet er auch: Die Wiesn soll es künftig auch im Ausland geben und auf "Welttournee" gehen. Auch eine "Frühlingswiesn" in Wien steht in den Startlöchern.

Wiener Wiesn soll ab 2021 auf Welttournee gehen

Wiesn-Chef Feldhofer hegt große Expansionspläne für das Event: "Es gibt konkrete Überlegungen, das Wiener-Wiesn-Fest auf Welttournee zu schicken." Man befinde sich derzeit in der Vorplanungsphase. Angedacht seien sechs bis sieben Stationen. Das Konzept sieht wie in Wien Bühnenauftritte mit Musik vor, allerdings mit sanften Adaptionen auf das jeweilige Land. Das Projekt ist ob der Komplexität auf mehrere Jahre angelegt, denn: "Wir können jedes Jahr maximal ein Land dazu schaffen." Wenn alles nach Plan läuft, wäre das erste Fest im Ausland für das Jahr 2021 angedacht.

Wien bekommt außerdem eine "Frühlingswiesn"

Zusätzlich ist auch fix: Im Frühling wird es in Wien eine "Frühlingswiesn" geben. Sie werde im "April, Mai" stattfinden und vom "Konzept her" der dem herbstlichen Original ähneln, "aber nicht in dieser Größenordnung". Mehr dazu wollte Feldhofer vorerst nicht verraten.

Wiener Wiesn im Prater: Ludwig wird mit Bieranstich eröffnen

Im Moment ist das Organisationsteam voll und ganz mit dem Wiener Wiesn-Fest beschäftigt, dass sich mittlerweile zu einer herbstlichen Fixveranstaltung etabliert hat. Heuer startet sie kommenden Donnerstag, mit einer VIP-Eröffnungsveranstaltung. Traditionell wird Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) dabei den Bieranstich vornehmen. Dann wird auf der Kaiserwiese wieder zweieinhalb Wochen lang zünftig : Bis 13. Oktober werden 900 Stunden Live-Musik geboten.

Dabei sind heuer bekannte Größen der Volksmusik- und Schlagerszene angekündigt: etwa Roberto Blanco, Stefan Mross, Nino de Angelo, Jazz Gitti, Marc Pircher oder Andy Borg. Neu sind die "Electro Wiesn" am 1. Oktober und die "Wiesn-Fete", die am 2. und am 9. Oktober steigt. Dabei werden u.a. Almklausi und DJ Maxx & Junior für Stimmung sorgen. Zusätzlich gibt es spezielle Events wie "Rock-die-Wiesn", "Big-Bottle-Party" - wo der Wein im Mittelpunkt steht - oder Seniorentage, die sich in der Vergangenheit bewährt haben.

Wiener Wiesn: Tagsüber kostenloser Eintritt

Der Besuch der Veranstaltung ist tagsüber frei. Mittwoch bis Samstag wird abends Eintritt verlangt. Dieser kostet zwischen 29 und 60 Euro - inklusive Sitzplatz. Logentickets gibt es um 99 Euro. Was auffällt: Viele bekannte Stars treten am Nachmittag auf. Dass heißt, diesen kann kostenlos gelauscht werden. Wie das möglich ist, erklärte Feldhofer so: "Wir haben eine Mischkalkulation. Wir wollen die Leute vom Wiener-Wiesn-Fest begeistern. Begeistern heißt für mich, dass wir mehr liefern, als der Kunde erwartet." Dann wären sie bereit, wieder zu kommen und auch Eintritt zu bezahlen. Das Konzept scheint aufzugehen: Im Vorjahr wurde mit 400.000 Besuchern ein Rekord erzielt, den man heuer zumindest halten, wenn nicht sogar verbessern wolle.

Auch aus wirtschaftlicher Sicht ist Feldhofer mit der Entwicklung des Events zufrieden. "Die Wiener Wiesn macht inzwischen Gewinn und hat natürlich ein positives Eigenkapital. Sie ist von mir mit ausreichend Geld ausgestattet worden, um sich die Anfangsphase leisten zu können." Die Umsatzrendite liege mittlerweile zwischen sieben und zehn Prozent.

Kaiserwiese soll Standort der Wiener Wiesn bleiben

Weiterhin fix ist für Feldhofer, dass die Wiesn auf der Kaiserwiese bleiben soll. Vor einigen Zeit gab es diesbezüglich Bedenken seitens der Bezirksvertretung. Diese scheinen ausgeräumt. Man habe ein "schönes Übereinkommen", so der Wiesn-Chef. Seitens der Bezirksvertretung gebe es gewisse Wünsche im Bereich Lärm- und Baumschutz, um deren Umsetzung man bemüht sei.

Zu den Vorgaben zählt etwa die Erneuerung des Rasens nach dem Wiesn-Fest, was jährlich 100.000 Euro kostet. Zusätzlich gibt es Baumgutachter, die jeden einzelnen Baum auf dem Veranstaltungsareal vor und nach dem Fest prüfen. Das kostet im Jahr zwischen 10.000 und 15.000 Euro.

Wiener Wiesn findet bereits zum 9. Mal statt

Die Wiener Wiesn findet heuer zum neunten Mal statt. Auf dem 18.000 Quadratmeter großen Festareal befinden sich drei große Festzelte sowie fünf Holz-Almhütten. Dazwischen befindet sich das "Wiesn-Dorf" mit Handwerkskunst und regionalen Schmankerln. Denn neben den Live-Konzerten liegt ein weiterer Schwerpunkt des Events auf Brauchtum - mit Vorführungen von Volkstanzgruppen, Schuhplattlern und Blasmusikkapellen. Von Freitag bis Samstag gibt es zusätzlich ein eigenes Kinder-Areal, die "Kinder-Wiesn", mit Quiz- und Bastelecke und einer Strohpyramide zum Austoben.

(APA/Red)

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