Weltrekord: Soldat sprang von Bungy-Turm am Wiener Heldenplatz

Ein Soldat des österreichische Bundesheer bei seinem Weltrekordversuch im Bungee-Jumping am Freitag
Ein Soldat des österreichische Bundesheer bei seinem Weltrekordversuch im Bungee-Jumping am Freitag ©APA
Ein Soldat des Wiener Neustädter Jagdkommandos begab sich am Tag vor dem Nationalfeiertag in luftige Höhe, um einen Weltrekord aufzustellen. Er wagte am Freitag einen Bungy-Sprung im dichten Nebel von einem 192 Meter hohen Kran auf dem Wiener Heldenplatz.
Bungy-Sprung des Soldaten
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Soldat eröffnet Bungy-Turm
Der Weltrekordversuch
Nationalfeiertag am Heldenplatz
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Mit dem Countdown “5 – 4 – 3 – 2 – 1 – Numquam retro!” – dem Motto seines Verbandes (“Niemals zurück”) – sprang der Jagdkommando-Soldat von dem Kran aus 192 Meter Höhe. Laut Angaben der Veranstalter ein Weltrekordsprung: Noch nie vorher habe sich ein Bungy-Springer (die Veranstalter bestehen auf der Schreibweise “Bungy” statt “Bungee”) von einem so hohen Kran geworfen.

Anonymer Jagdkommando-Soldat stellte Weltrekord  auf

Der Sprung war einer der Höhepunkte der diesjährigen Leistungsschau des Bundesheeres zum Nationalfeiertag und zog entsprechend viele Schaulustige an. 3,2 Sekunden dauerte die Phase des freien Falls, der Soldat erreichte ein Höchsttempo zwischen 115 und 120 Kilometern pro Stunde.

Der Springer, ein Stabswachtmeister, blieb anonym und trug deshalb auch eine Sturmhaube. Der Bungy-Sprung wurde dem Jagdkommando nämlich zum 50-jährigen Jubiläum geschenkt. Und wer stellvertretend für mehrere hundert Soldaten das Geschenk in Empfang nimmt, soll anonym bleiben, so der Gedanke.

Dichter Nebel sorgte für gespenstischen Bungy-Sprung

“Gespenstisch” sei es, in so dichtem Nebel quasi ins Nichts zu springen, konstatierte der Chef der Bungy-Firma, Rupert Hirner. Der Soldat selbst bemerkte vor dem Sprung nur, dass es schade sei, weil er so die Aussicht über die Stadt nicht genießen könne. “Auf den hätte ich mich eigentlich gefreut.”

So sei es “eher unspektakulär, weil das Flair fehlt”. Groß nervös sei er jedenfalls nicht, er habe sogar verschlafen und deshalb sein Frühstück auslassen müssen. “Aber meinen Kaffee hab ich getrunken.” Auch nach dem Sprung gab sich der Stabswachtmeister entspannt. Der letzte Gedanke vor dem Sprung? “Is ma wuascht.” Es sei aber “schon lustig” gewesen, meinte er gegenüber den anwesenden Journalisten – “würde ich jedem empfehlen”.

Auch andere durften Sprung auf Heldenplatz wagen

Nach der Eröffnung durch den Elitesoldaten wurde der Kran für Interessierte freigegeben. Das blitzblaue, 1.200 Tonnen schwere Riesengerät, das sonst für die Aufstellung von Windrädern sowie für das seitliche Hinaus- und Hinaufheben immenser Lasten verwendet wird, wurde im Laufe dieser Woche aufgebaut.

42 Tieflader brachten die Bestandteile zum Heldenplatz. Das Bungy-Seil ist knapp 40 Meter lang, besteht aus 1.040 Gummifäden und dehnt sich maximal auf seine vierfache Länge aus. Wer selbst den Sprung – er kostet 192 Euro – wagen möchte, sollte nicht mehr als 105 Kilogramm schwer sein.

Gerald Klug bleibt lieber Beobachter

Der Kran könnte zwar noch höher ausgefahren werden, die 192 Meter wurden aber gewählt, um die Höhe der südlich von Innsbruck gelegene Europabrücke, wo Hirners Firma sein Basislager hat, abzubilden.

Verteidigungsminister Gerald Klug (SPÖ) beobachtete den Sprung vom Boden aus. Ob er selbst auch springen würde? “Heute ist es mir wichtig, dass ich meinem Jagdkommandosoldaten die Daumen drücke.”

(apa/red)

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