Weitere Vermisstenfälle in Niederösterreich

Vermisstenfälle in Niederösterreich: Ein Überblick
Vermisstenfälle in Niederösterreich: Ein Überblick ©DAPD
Nach der unerwartenden Festnahme eines Verdächtigen im Fall der vermissten Heidrun W., wird an die anderen Vermisstenfälle in Niederösterreich erinnert.
Fall: Julia Kührer
Anita K. wird vermisst
Mann vergrub Frau in Rimänien
Fall Heidrun W.: Verdächtiger festgenommen

Heidrun W. gilt seit dem 28. September 2001 und damit seit mehr als zehneinhalb Jahren als vermisst. Die damals 37-jährige Kindergartenhelferin wollte an jenem Tag ihren sechsjährigen Sohn um 11.30 Uhr von der Schule abholen, kam dort aber nie an. Der Fall wurde im Juli 2002 auch in der Fernsehsendung “Aktenzeichen XY” aufgegriffen. Am Mittwoch, den 23. Mai 2012  hat die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt die Festnahme eines Verdächtigen – vorerst ohne nähere Details – bestätigt.

Weitere Vermisstenfälle in Niederösterreich in den vergangenen Jahren

In Niederösterreich gibt es noch andere Vermisstenfälle. Der wohl bekannteste Fall betrifft die damals 16 Jahre alte Julia Kührer, die am 27. Juni 2006 spurlos aus ihrem Heimatort Pulkau (Bezirk Hollabrunn) verschwand. Am Abend des 30. Juni 2011 entdeckten Nachbarn das Skelett des Mädchens in einem Erdkeller auf einem Grundstück im nahen Dietmannsdorf. Dessen vorübergehend festgenommener Besitzer, der damals 50-jährige Michael K. aus Wien, musste wieder freigelassen werden, weil nach Ansicht des Gerichts “kein dringender Tatverdacht” bestand. Der Mann meint, die Leiche wäre von Unbekannten auf seinem Grundstück abgelegt worden.

Eine 26-jährige Frau aus St. Pölten wird seit 30. August 2009 vermisst. Am 16. September wurde sie tot in einer Wehranlage der Ybbs bei Hausmening (Bezirk Amstetten) gefunden. Die Leiche wies Hämatome am Hals und am Oberkörper auf. Der getrennt vom Opfer lebende Ehemann (23) gestand, die Frau im Streit über das Sorgerecht für die beiden gemeinsamen Kinder erwürgt zu haben.

Frauen aus Niederösterreich verschwunden

Die 23-jährige Anita K. aus Eggern im Bezirk Gmünd gilt seit 29. Oktober 2010 galt Anita K. als abgängig. Ein damals 54-Jähriger, bei dem sie seit ihrer Kindheit mit ihrer Schwester gelebt hatte, wurde als Tatverdächtiger festgenommen. Er erhängte sich in der Untersuchungshaft. Anfang Jänner 2011 bestätigte die Polizei, dass die Leiche der jungen Frau bei einem Badeteich in der Slowakei gefunden worden war. Bereits im Dezember waren Fragmente eines Schädelknochens und ein Stoffrest mit einer DNA-Spur entdeckt worden.

Am 22. Februar 2011 soll in Eggendorf (Bezirk Wiener Neustadt) ein damals 59-Jähriger seiner Ehefrau einen Schlag auf den Kopf versetzt und die Bewusstlose anschließend erstickt haben. In der Folge galt die 55-Jährige als abgängig, bis Kriminalisten das Geschehen klärten. Der Verdächtige hatte die Leiche im Pkw mit Anhänger in seine ursprüngliche Heimat Rumänien gebracht und auf seinem Anwesen vergraben. Die Tote wurde dort Ende März gefunden. Sie war in einem Heustadel in 1,4 Metern Tiefe vergraben.

(Red./APA)

  • VIENNA.AT
  • Chronik
  • Weitere Vermisstenfälle in Niederösterreich
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen