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Wegen Coronakrise: Zahl illegaler Einreisen in EU auf Tiefstand

Es wurde ein neuer Tiefstand seit 2013 erreicht.
Es wurde ein neuer Tiefstand seit 2013 erreicht. ©APA/ROLAND SCHLAGER
Aufgrund der Coronakrise hat die Zahl der illegalen Einreisen in die EU einen Tiefstand seit 2013 erreicht. 2020 gab es rund 124.000 irreguläre Grenzübertritte.

Die Zahl illegaler Einreisen in die EU ist im vergangenen Jahr aufgrund der Coronavirus-Krise auf den niedrigsten Stand seit 2013 gesunken. 2020 wurden rund 124.000 irreguläre Grenzübertritte gezählt, wie die Grenzschutzagentur Frontex unter Berufung auf vorläufige Zahlen am Freitag mitteilte. Das entspricht einem Rückgang um 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Unter den Migranten waren 2020 besonders viele Menschen aus Syrien, Tunesien, Algerien und Marokko.

Mehr als verdoppelt hat sich hingegen laut dpa die Zahl der illegalen Grenzübertritte auf der zentralen Mittelmeerroute nach Italien und Malta, wo 35.500 Menschen aufgegriffen wurden. Auch 27.000 Menschen auf der Westbalkanroute sind nahezu 80 Prozent mehr als im Vorjahr.

Die meisten Einreisen über das zentrale Mittelmeer

Die meisten Migranten - mehr als 35.600 - überquerten den Angaben zufolge das zentrale Mittelmeer. Einen Rekordanstieg verzeichneten die Kanarischen Inseln - über die westafrikanische Route reisten insgesamt 22.600 Menschen illegal ein, acht Mal mehr als im Vorjahr.

"Die Schlepper nutzten oft große Fischerboote, die eine größere Zahl an Menschen von westafrikanischen Staaten wie Mauretanien, Senegal und Gambia aus transportieren können", heißt es in der Frontex-Mitteilung.

Ein Rückgang auf 20.000 wurde bei der illegalen Einreise über das östliche Mittelmeer registriert. Auch bei der westliche Mittelmeer-Route gab es mit 17.000 um 29 Prozent weniger irreguläre Grenzübertritte als im Vorjahr.

Anteil der Männer unter Migranten gestiegen

Gestiegen ist nach den Frontex-Angaben der Anteil der Männer unter den Migranten, die nach Europa zu gelangen versuchten. Der Frauenanteil fiel 2020 von 25 auf unter zehn Prozent. Auch der Anteil an Kindern ging zurück.

(APA/Red)

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