Was das Team Stronach nach der Nationaratswahl in Wien ändern will

Das Team Stronach in Wien.
Das Team Stronach in Wien. ©APA
Bienenstöcke auf Hausdächern, längere Ladenöffnungszeiten und ein neues Konzept für die Mariahilfer Straße - hier lesen Sie, wofür die Partei "Team Stronach"  sich in Wien nach der Nationalratswahl 2013 einsetzen will.
Interview mit Jessi Lintl
Wahlkampf mit Dieter Bohlen

Wien stehe, was den Tourismus betreffe, wirtschaftlich gut da, meint Jessi Lintl vom Team Stronach. Allerdings fehle der Stadt die produzierende Industrie und auch als Messestandort könne sich Wien noch besser profilieren. Als großes Problem sieht die Wiener Spitzenkandidatin die “Gebühren-Lawine”: “Der Preis für Strom, Gas und Wasser ist zu hoch”, sagt sie im Interview mit VIENNA.AT.

Die Wirtschaft in Wien ankurbeln

Das Team Stronach hat sich ganz klar als Partei positioniert, bei der Wirtschaftsthemen eine große Rolle spielen. “Eine neue Gründerzeit für Wien” wünscht man sich beispielswiese und möchte hochqualifizierte Arbeitsplätze für die Zukunft schaffen und fördern, sowie neue Betriebe, insbesondere Produktionsbetriebe, ansiedeln. Mit einem konkreten Vorschlag lässt Parteigründer Frank Stronach aufhorchen: Er findet, dass Unternehmen ihre Mitarbeiter durch eine Gewinnbeteiligung an sich binden könnten. Im EU-Durchschnitt zu liegen sei nicht ausreichend, wird betont.

Die Partei fordert zudem eine Änderung der Öffnungszeiten in Wien. ” Schon jetzt verliert der regionale Handel einen Großteil potenzieller Kunden nicht nur an das Internet, sondern auch an überdimensionierte Einkaufszentren außerhalb der Stadt oder an zu viele Vollsortimenter. Menschen finden nach der Arbeit immer weniger Möglichkeiten, ohne Zeitdruck einkaufen zu gehen. Dies sei laut Team Stronach Wien nur durch eine Liberalisierung der Öffnungszeitengesetze zu erreichen und nicht durch eine gesetzliche Überregulierung”, heißt es in einer Aussendung.

Neues Konzept für die Mariahilfer Straße

Die Umgestaltung der Wiener Mariahilfer Straße ist in den Augen von Lintl ein “grünes Fußgängerzonen-Potpourri”, das sich zu einem “Desaster” entwickelt. Das grün-rote Chaos-Konzept helfe niemandem und hier sei eine funktionierende Einkaufsstraße mutwillig zerstört und in eine Dauerbaustelle umgewandelt worden, heißt es. Konkreter Vorschlag der Wiener Spitzenkandidatin:  Man solle einen Blick “auf funktionierende Lösungen wie in der Favoritenstraße oder am Graben-Kärntnerstraße werfen.”

Auch beim Thema Parkraumbewirtschaftung, bzw.  Parken fordert die Partei eine Veränderung in Wien, eine einheitliche und transparente Lösung müsse her, denn derzeit herrsche bei vielen Autofahrern Verunsicherung darüber, wo das Parkpickerl erforderlich sei und wo nicht.

Urban Farming in der Hauptstadt

Urban Farming sieht das Team Stronach als eine Chance für Wien: Die Partei schlägt vor, dass man Dachflächen vermieten könnte, um dort Obst und Gemüse anzubauen. Außerdem seien betreute und kontrollierte Bienenstöcke eine gut umsetzbare Möglichkeit auf Hausdächern, um nicht nur die Bio-Diversität in der Stadt zu fördern, sondern auch um den Bienen wieder einen Lebensraum zu geben.

Die Bepflanzung von ungenutzten Dachflächen, Wänden oder öffentlichen Plätzen trage wesentlich zur Verbesserung des Mikroklimas der Stadt bei, betont das Team Stronach.

Wiener Kandidatin setzt sich für Frauenpolitik ein

Spitzenkandidatin der Partei in Wien ist Jessi Lintl. Für sie spielt insbesondere Frauenpolitik eine wichtige Rolle. In ihren Augen sind es die Frauen, die “alles aufrechterhalten” und entsprechend wichtig seien die Anliegen zu nehmen. “Wir wollen, dass Frauen die gleichen Chancen im Beruf haben und dazu müssen sie unbedingt Unterstützung bei der Kinderbetreuung erhalten”, so Lintl im Interview.

Auf die Frage, ob sie als Wiener Spitzenkandidatin im Schatten des namengebenden Parteigründers stehe, antwortet sie lachend: “Hinter Frank Stronach steht man nicht im Schatten. Ich freue mich, ihn unterstützen zu können.” Die Zusammenarbeit mit Frank sei “wunderbar” und “direkt”.

Mehr Infos rund um die NR-Wahl 2013 finden Sie hier.(SVA)

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