Warum wir immer wieder Schnupfen kriegen

So weit die Medizin auch ist, beim Schnupfen stößt sie an ihre Grenzen.
So weit die Medizin auch ist, beim Schnupfen stößt sie an ihre Grenzen. ©pixelio.de/ Benjamin Thorn
Auch wenn meteorologisch der Frühling schon begonnen hat, deutet das Wetter noch lange keine lauen Frühlingslüftchen an. Entsprechend schniefen und tropfen die Nasen. Die schlechte Nachricht: Gegen den Schnupfen ist vielleicht ein Kraut gewachsen, jedoch werden wir partout nicht gegen den verantwortlichen Virus immun.
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Ein ForscherInnen-Team der MedUni Wien hat herausgefunden, warum wir gegen Schnupfen nicht immun werden und ihn immer wieder bekommen können: Die menschliche Immunabwehr ist gegen den Rhinovirus fehlgeleitet. Katarzyna Niespodziana und ihr Team vom Institut für Pathophysiologie und Allergieforschung stellten fest, dass sich die Immunabwehr gegen die Schnupfenviren gegen den falschen Teil des Virus richtet: Die Immunabwehr bekämpft nämlich das Innere der Viren und nicht die Hülle, die vom Virus verwendet wird, um sich an der Schleimhaut festzusetzen.

Immunsystem kann Schnupfen nicht erfolgreich bekämpfen

“Wer Schnupfen hat, entwickelt also Antikörper gegen den falschen Teil des Virus, dadurch beschützt ihn die Immunantwort auch nicht. Sie geht ins Leere”, erklärt Studienleiter Rudolf Valenta vom Institut für Pathophysiologie und Allergieforschung der MedUni Wien. Dies könnte ein wichtiger Grund sein warum der Mensch nicht immun gegen Schnupfen wird wie das zum Beispiel bei anderen Infektionskrankheiten wie Masern der Fall ist. Beim Schnupfen bekämpfen die Antikörper jedes Mal wieder aufs Neue den falschen Teil des Virus.

Impfung gegen Schnupfen soll entwickelt werden

Diese Erkenntnis soll nun dazu beitragen, Antikörpertests, die es bisher bei Schnupfen nicht gab, sowie einen wirksamen Impfstoff gegen Schnupfen zu entwickeln, da Schnupfen ein wichtiger Auslöser von Asthma ist. Forschungen in diese Richtung finden derzeit im Rahmen des EU-Projekts “Predicta” statt, in das auch die Wiener Forschergruppe involviert ist. Valenta: “Dabei geht es uns nicht um die Bekämpfung des Schnupfens an sich. Wir wollen viel mehr verhindern, dass aus einem Schnupfenpatienten ein Asthmapatient wird.”

(apa/ red.)

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