Warten auf das royale Baby: Herzogin Kate liegt seit Stunden in den Wehen

Briten im Babyfieber: Herzogin Kate mit Wehen in der Klinik
Briten im Babyfieber: Herzogin Kate mit Wehen in der Klinik ©AP
Ein ganzes Land fiebert der Geburt ihres künftigen Thronfolgers entgegen. Herzogin Kate ist seit dem Morgen mit Wehen im Krankenhaus. Doch bleiben auch für Royal-Experten jede Menge offene Fragen.
Livecam vor dem Krankenhaus
Andrang vor der Klinik

Großbritannien in freudiger Erwartung: Bei Herzogin Kate haben am Montag, dem 22. Juli die Wehen eingesetzt, wie der Buckingham Palast mitteilte. Die hochschwangere Frau von Prinz William fuhr mit dem Auto ins St. Mary Krankenhaus, wo sie ein Ärzteteam im privaten Lindo-Flügel erwartete. Es ist das erste Kind von William und Kate, die 2011 geheiratet hatten. Das Baby wird – unabhängig vom Geschlecht – an Nummer drei der britischen Thronfolge stehen, nach Williams Vater Prinz Charles und William selbst.

Herzogin Kate bereits im Krankenhaus

Die Geburt war für “Mitte Juli” erwartet worden, deshalb hatte es schon in den vergangenen Tagen Spekulationen über den genauen Termin gegeben. William hat angekündigt, bei der Geburt dabei zu sein. Er selbst kam im selben Krankenhaus zur Welt, ebenso sein Bruder Harry. Prinz Charles hatte seiner damaligen Frau Prinzessin Diana bei der Geburt ebenfalls zur Seite gestanden.

William und Kate kamen in einem Auto ohne Polizeieskorte kurz vor sechs Uhr morgens am Krankenhaus an und betraten das Gebäude über einen Seiteneingang. Sie konnten die dort seit Tagen wartenden Journalisten umgehen, der Palast bestätigte erst 90 Minuten später die Ankunft des Paares. Am Nachmittag befand sich Kate offenbar noch immer in den Wehen. Der Sprecher des Paares erklärte: “Die Dinge gehen normal voran.” Und auch Prinz Charles sagte am Montagnachmittag, er habe noch keine neuen Informationen.

Royales Baby: Geschlecht des Kindes noch nicht bekannt

Über das Geschlecht des Kinds ist offiziell nichts bekannt, auch die Namenswahl für das jüngste Mitglied der Königsfamilie beschäftigt offizielle und inoffizielle Royal-Versteher. Am Montag gingen Zehntausende Wetten bei britischen Anbietern an. Als Favoriten galten die Namen Alexandra und James. Offen ist auch die Frage, ob die Herzogin von Cambridge eine natürliche Geburt oder einen Kaiserschnitt plante. Antwort auf alle drängenden Fragen kann offiziell nur der Buckingham-Palast geben. Der hat angekündigt, die Öffentlichkeit auf traditionelle Weise und über die sozialen Medien über die Geburt in Kenntnis zu setzen.

Einen ersten Hinweis erwarten professionelle Beobachter, wenn ein Bediensteter des Palasts mit einem Bulletin mit offiziellem Briefkopf aus der Klinik kommt. Dieses soll dann von einem anderen Offiziellen in Empfang genommen und zum Palast gebracht werden. In dem Dokument, das auf einer Staffelei vor dem Palast öffentlich aufgestellt wird, steht das Geschlecht, das Gewicht und der Zeitpunkt der Geburt. Zeitgleich mit dem Aufstellen des Dokuments werden die Informationen auch über Twitter veröffentlicht. Den Namen könnte die Öffentlichkeit allerdings erst erheblich später erfahren. Bei William hat es eine Woche gedauert, bei seinem Vater Charles einen Monat.

Touristen und Briten warten auf das Baby

Vor dem Palast drängten sich Menschenmassen, einige Touristen wandten sich hilfesuchend mit der Frage an Polizisten, wo die Staffelei genau stehen würde. Die Polizei drängte die stetig wachsende Menge schließlich von den Toren des Palastes weg. Andere waren weniger begeistert. Die britische Zeitung “The Guardian” installierte einen “Republikaner”-Button auf seiner Homepage, wodurch Nutzer auf eine Baby-freie Version der Seite wechseln konnten.

William und Kate hatten am 29. April 2011 in einer pompösen Zeremonie in der Westminster Abbey geheiratet. Die Nachricht von ihrer Schwangerschaft versetzte im vergangenen Herbst nicht nur das Vereinigte Königreich ins Baby-Fieber. Allerdings hatte die 31-jährige zu Beginn keine leichte Zeit: Wegen Übelkeit lag sie im Herbst sogar einige Tage im Krankenhaus. Seither hat sie ihre öffentlichen Termine eingeschränkt.

Kate und Prinz William werden zum ersten Mal Eltern

William will nach Angaben des Königshauses die ihm gesetzlich zustehenden zwei Wochen Vaterschaftsurlaub nach der Geburt nehmen. Dann kehrt er auf seinen Posten als Pilot eines Rettungshubschraubers beim Militär in Wales zurück. Sein Einsatz dort geht noch bis September. Anschließend soll er mit Kate, mit der er derzeit in einem einsamen Haus auf der Insel Anglesey vor der walisischen Küste lebt, in den Kensington Palast im Herzen von London umziehen.

Derzeit laufen allerdings noch größere Umbauarbeiten in ihrem neuen Heim – einem Palast mit 20 Räumen und eigenem Garten namens Apartment 1a – die sich noch mehrere Monate hinziehen könnten. Deshalb dürfte die junge Familie – oder zumindest Kate und das Baby, die wohl in London bleiben werden – vorerst noch mit einer kleineren Wohnung mit zwei Schlafzimmern vorlieb nehmen müssen, die sich ebenfalls im Kensington Palast befinden.

(Red./APA)

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