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Warten auf das iPhone hat ein Ende

Wohl noch nie hat es zur Einführung eines neuen Mobiltelefons eine solche Aufregung gegeben wie jetzt beim iPhone von Apple.

 Fun-Video: Was das iPhone kann
Bericht aus den USA
Apple iPhone – Info | So funktioniert das iPhone Video
 
Bilder So funktioniert das iPhone
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Ob das Gerät auch alle Erwartungen erfüllen kann, wird sich erst in den nächsten Monaten zeigen. Aber viele Menschen konnten es gar nicht erwarten, als erste ein iPhone in Händen zuhalten.

Am Donnerstag bildeten sich überall in den USA vor den Läden von Apple und der Telefongesellschaft AT&T, die das Netz für das iPhone bereitstellt, Schlangen von iPhone-Fans. In New York waren die ersten Enthusiasten sogar schon am vergangenen Montag mit Schlafsack und Klappstühlen vor dem einzigen Apple-Geschäft eingetroffen, das rund um die Uhr 24 Stunden geöffnet hat. Am Donnerstag war die Schlange dort auf 50 Menschen angewachsen.

In New York wird das Gerät, das, wenn es nach Apple-Chef Steve Jobs geht, eine neue Ära in der Geschichte des Mobiltelefons einläutet, wohl als erstes zu haben sein. Der Verkaufstart war für Freitag, jeweils 18.00 Uhr (Ortszeit) in jeder Zeitzone der USA, geplant. Die Kalifornier mussten sich also drei Stunden länger gedulden als die Ostküstenbewohner.

Wem das Warten zu anstrengend war, der konnte beispielsweise auf die Dienste von vier geschäftstüchtigen Collegestudenten aus Kalifornien zurückgreifen. Unter dem Firmennamen iWait (Ich warte) stellten sie sich gegen Entgelt in die Schlange. Apple und AT&T bringen das iPhone für Preise ab 499 Dollar (370 Euro) in die Läden. Hinzu kommen dann noch mindestens 60 Dollar im Monat für den Zweijahresvertrag für das iPhone bei AT&T. Andere Netzbetreiber gibt es nicht.

Für Apple soll das iPhone das dritte Gewinn bringende Standbein neben dem iPod-Player und den Macintosh-Computern werden. Wie viele Geräte zum Verkaufstart bereit stehen, teilten die Unternehmen nicht mit. Apple selbst hat sich offiziell zum Ziel gesetzt, bis 2008 zehn Millionen Stück weltweit zu verkaufen. Das wäre ein Marktanteil von einem Prozent. Einige Wallstreet-Analysten rechnen mit 45 Millionen verkauften iPhones in zwei Jahren.

Aber selbst wenn das iPhone ein Flop werden sollte, hat es schon jetzt den Markt durcheinander gewirbelt und alle großen Hersteller zu neuen Strategien veranlasst. Das iPhone verbindet das Mobiltelefon mit einem Musikplayer nach dem Vorbild des iPods und einem Internet-Zugang. Das sind, wie die Zwei-Megapixel-Kamera, alles Funktionen, die das Handy schon lange kennt. Bedient wird es vor allem über ein berührungssensitives Breitbild-Display mit einer Auflösung von 480 mal 320 Pixel. Sensoren für Umgebungslicht und Bewegungen passen die Helligkeit des Bildschirms an und kippen das Bild, wenn das iPhone entsprechend gedreht wird.

Den besonderen Reiz des iPhones machen aber vor allem zwei Dinge aus: Design und Software. Die hohen Erwartungen in dieser Hinsicht seien ein Indiz dafür, wie ärmlich das Software-Design bei heutigen Mobiltelefonen meist sei, erklärte ein Analyst. Ein Finger auf dem iPhone-Touchscreen bringt das „Home“-Menü zum Vorschein. Ein weiteres Antippen zeigt Fotos oder die Kontakte des Adressbuchs an. Es müssen keine Einstellungen gesucht werden, die tief verschachtelt irgendwo im Menü-Labyrinth versteckt sind. Weil es keine Tasten für Buchstaben gibt, müssen sich die iPhone-Besitzer daran gewöhnen, die Zeichen für eine SMS auf der „virtuellen“ Bildschirm-Tastatur einzutippen.

Mehr Infos: www.apple.com

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